Customer Review:
Ziemlich dünn
Das Buch hält in keiner Weise, was der Klappentext verspricht. Viele Themen werden nur völlig oberflächlich angerissen. Ohne chemische oder physikalische Vorbildung kann man höchstens ahnen, worüber der Autor berichten will. Und konsequent von "Westküste" statt von "erster Hauptgruppe" und von "Wüste" statt von Metallen zu sprechen, ist nicht etwa didaktisch geschickt, sondern schlichtweg albern.
Am ärgerlichsten finde ich aber, dass ich ständig den Hinweis "dazu kommen wir später noch" oder "dazu mehr in den folgenden Kapiteln" lesen musste. Mit solcherlei Vertröstungen lässt der Autor seine Leser ständig mitten im Problem alleine.
Sehr verständlich und informativ
Eine Reise durch das Reich der Elemente. Dabei erklärt der Autor die Struktur des Periodensystems der Elemente. Er beginnt bei den ersichtlichen Eigenschaften (Farbe, Reaktivität etc.), geht dann über die Größe und Gewicht der Atome zu der Struktur ihrer Elektronenhüllen und zeigt dabei wie genial das System eigentlich aufgebaut ist. Neben ein paar interessanten Dingen für das (nicht nur chemische) Allgemeinwissen konzentriert sich der Autor darauf den Sachverhalt möglichst verständlich zu erklären. Die "Landkarten" sind manchmal schon ein wenig verwirrend, aber die Erklärungen machen das wieder wett. Die Struktur der Elektronenhülle wird meiner Meinung nach sehr gut erklärt, endlich weiss man wovon der Lehrer damals in der Schule eigentlich gesprochen hat...
Abgerundet wird das Ganze durch die meines Erachtens nach sehr klare und schöne Erörterung der Herkunft der Elemente, wie sie in den Sternen entstehen und warum die Elemente in den Mengenanteilen vorliegen wie wir sie heute vorfinden. Da könnten sich manche Physiker die diesen Sachverhalt in ihren Büchern über Astrophysik mal so nebenbei erklären wollen eine Scheibe abschneiden.
Ich habe vieles besser verstanden und Neues dazugelernt. Das Buch war auf jeden Fall eine lohnende Investition. Sehr informativ und kurzweilig noch dazu. Lesenswert!
Eine gelungene Einführung in die Chemie
Peter Atkins hat sein Buch "Im Reich der Elemente" angelegt als Reisebericht durch ein unbekanntes Land. Jedes in der Natur vorhandene Element entspricht in diesem Buch gewissermaßen einer Region auf einer Landkarte - das Natrium, das Magnesium, das Aluminium - 109 Elemente haben heute einen amtlichen Namen. Zunächst werden die Äußerlichkeiten erklärt. Beispielsweise sind nur zwei der Elemente bei Zimmertemperatur flüssig: das Quecksilber - das kennt man aus dem Thermometer - und das Brom. Danach geht die Reise immer mehr in die Tiefe. Ähnlichkeiten zwischen benachbarten Regionen werden zunächst schlicht beschrieben, später aber werden die Ursachen für Ähnlichkeiten und Unterschiede genau und doch allgemeinverständlich erklärt. Man kann dann nachvollziehen, warum das Gold unter dem Silber steht und warum ganz viele der von Tieren und Pflanzen genutzten Bausteine sich auf der Karte oben rechts in der Ecke befinden - nämlich Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff, Phosphor, Schwefel und Chlor. Wer hat wann und mit welchen Methoden als erster die Elemente rein dargestellt, woher kommen ihre Namen - auch dies wird erläutert. Selbst Chemiker werden das in der Regel so genau nicht wissen. Fachliche Vorkenntnisse aber sind bei dieser unterhaltsamen Einführung in die Chemie nicht erforderlich, Neugier genügt.
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