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Fotos 5 Sterne, Texte 1 Stern
Die Zeiten, in denen der Mensch Tiere jagte, um selbst überleben zu können, sind längst vorbei. Heute repräsentiert die Jagd nichts anderes als einen blutigen Zeitvertreib, den der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland zu Recht als einen „besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf" bezeichnete.
Die Jagd hat eine jahrhundertealte Tradition- eine Tradition voller Blutvergießen, Brutalität und sinnloser Qual. Denn der Krieg der Jäger gegen die Tiere ist leider noch weit barbarischer, als der Durchschnittsbürger ursprünglich annimmt. Schrotladungen lassen Hasen vor Schmerz aufschreien wie Kinder, „Expansionsgeschosse" zerfetzen Rehen und Wildschweinen die Innerein, damit sie für die Nachsuche Spuren hinterlassen und Fallen bereiten Füchsen und Mardern einen elenden Todeskampf. Andere traditionsreiche, aber ethisch fragwürdige Praktiken wie Hexenverbrennungen oder Sklaverei wurden längst als anachronistisch erkannt und von der modernen Gesellschaft verbannt. Wie die Geschichte zeigt, muss manchmal mit überholten Traditionen gebrochen werden, wenn sie ethisch-moralischem Fortschritt so wie hier im Weg stehen. Man darf nicht vergessen, dass es sich bei Tieren, die wir so arrogant und ignorant als "jagdbar" bezeichnen, um lebende, denkende sowie fühlende Individuen mit einem Interesse an Leben und Unversehrtheit handelt.
Dieser Bildband muss folglich sehr differenziert betrachtet werden. Mit dem Kauf dieses Werkes stellt man sich ein Stück Natur, Besinnlichkeit und Lebendigkeit, aber ebenfalls ein Stück Skrupellosigkeit, Brutalität und Tod ins Bücherregal.
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