Customer Review:
Sympathisch, doch nicht immer überzeugend
Die Autorin versucht mit diesem Buch, ihre Begeisterung für die Vögel anderen weiterzugeben. Es ist ein sehr persönliches Buch; ihre eigenen Erlebnisse bilden den roten Faden durch die ganz unterschiedlichen Themen, die sie anschneidet. (Darunter auch ein für meine Begriffe allzu hymnisches Lob der Beizjagd!) Das macht das Buch auch zu einer angenehmen Lektüre; allerdings habe ich den Verdacht, daß vor allem der etwas damit anzufangen weiß, dem Habichtsadler und Ibisschnabel schon ein Begriff sind. Gelegentlich wirkt die Verfasserin allerdings tatsächlich wie die redselige Oma, als die sie sich manchmal selbst bezeichnet. Interessant und wichtig ist die Auseinandersetzung mit dem naturwissenschaftlichen Reduktionismus, die sich durch das Buch zieht. Leider gelingt es von Wulffen nicht, eine überzeugende Gegenposition - abgesehen von ihrer persönlichen Begeisterung - aufzustellen; zu wenig wird auch zwischen der in jeder Wissenschaft, ja in jedem System, notwendigen Reduzierung der Betrachtung und dem weltanschaulichen Reduktionismus, der "Nichtsanderesalserei", unterschieden.
Vogelwelten
Barbara von Wulffen versucht in 15 ziemlich unterschiedlichen Kapiteln zu zeigen, warum sie Vögel "gut, ja sehr gut findet". Darunter sind autobiographische Kapitel, wie z.B. über ihre vogelbegeisterte Kindheit, Studentenzeit oder Vogelexkursionen. Aber auch Kapitel über Archaeopteryx, über einen Vogelmaler, über Falken, Vogelmusik und Vogelzug. Ein wirklich schönes Buch, welches ich am schönsten finde, wenn die Autorin ihr Wissen und ihre persönliche Erfahrung einbringt. Der wissenschaftliche Diskurs über den Reduktionismus der Wissenschaft (auf die Gene) fand ich zwar wichtig und interessant, jedoch auch zu lang und (für mich) sehr schwer zu folgen.
Ein empfehlenswertes Buch für Vogel- und Naturinteressierte!
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