Customer Review:
Empfehlenswert - bis Kapitel 8
Zumindest die ersten 8 Kapitel dieses Buches sind von bestechender Stringenz und vermitteln ein übersichtliches und klar aufgebautes Bild der Theorie autopoietischer Systeme und des entsprechenden Evolutionskonzeptes. Danach wird es leider etwas wirr bzw. zum Teil recht flach. Am Ende versuchen die Autoren auch noch, die dargestellten Prinzipien als Grundlage einer Ethik einzuführen. Autsch. Ich empfehle, nach Kapitel 8 aufzuhören und dann hinsichtlich Semantik, Sprache, Gesellschaft und vor allem Ethik bei Niklas Luhmann weiterzumachen. Der ist zwar sperriger, aber die Themen sind dort erheblich besser aufgehoben.
Maßgeblich
für jede Diskussion über Erkennen. Natürlich wird hier ein Fokus gesetzt(die Biologie) und anderes ausgeklammert(die Philosophie zB, die Gehirnforschung, die zT ja angrenzt), aber was will man erwarten?
Seine Vorlesungen sind überfüllt, er wird gefeiert wie ein Popstar. Und das obwohl er GEGEN die MATRIXTHESE arbeitet, indem er nicht philosophiert, sondern bloß davon ausgeht, das herausarbeitet: was wir wahrnehmen können, ohne über eine wahrere Wirklichkeit zu räsonieren. Ein Albumtitel von Fettes Brot heißt:" auf einem Auge blöd.
Autopoiesis und Konstruktivismus
H. Maturana und sein Schüler F. Varela fassen in diesem Werk die wichtigsten Erkenntnisse ihrer (neuro)biologischen Forschungen für ein breites Publikum zusammen. Die ungemein gute Lesbarkeit steht dabei im Gegensatz zu den sonst sehr anstrendenden Werken H. Maturanas, dessen komplexe Darstellung die Sprache des öfteren in die Knie zwingt. Nicht so im "Baum der Erkenntnis"! Die wichtigsten ihrer bahnbrechenden Konzepte der autopoietischen Organisation lebender Systeme und der Gedanken zu einer konstruktivistischen Erkenntnistheorie sind klar und faszinierend dargestellt und machen das ausder Hand legen dieses Buches schwierig!
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