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Ein Versuch für die Hoffnung
Wole Soyinka gibt, wie jeder guter Poet, sein Bestes. Er schreibt einen Stil, der zwischen elitärer Ausdrucksweise und prophetischer Gabe liegt, also einem Psalmenschreiber sehr nahe kommt. Das berührt und er will berühren.Was sind seine Ziele? :"früher oder später schreib'ich für jeden was..."sagt er und Gerd Meuer, ein kongenialer Übersetzer dieses Werkes, erwähnt es im Nachspann zu diesem "spannenden Buch". Was klagt Wole Soyinka an? Er beschreibt das, was, wie schon gesagt, jeder gute Poet auch tut (z.b. Pablo Neruda, z. B. Ezra Pound, z. B. H.M. Enzensberger). Sie alle klagen an: die Unmenschlichkeit der Menschen auf unserer Erde. Und wenn wir bedenken und wenn wir betrachten, dann schämen wir uns. Alle schämen wir uns, auch wir Christen, auch wir, die wir uns Muslime nennen und uns einer extra beschriebenen Toleranz verpflichtet fühlen, auch wir Juden, die wir uns auf Moses beziehen und oftmals dem sehr nahe zu seien scheinen, dessen Name unaussprechlich ist. O ja, wir alle sind schuldig und hier, in diesem Buch wird es offenbar. Gesündigt haben viele von uns an den Menschen in Afrika (unserer menschlichen Heimat, der Wiege der Menschheit?). Aber ob nun ein Preis dafür errechnet und entrichtet werden kann, das steht in den Sternen. Vielmehr ist es wichtig, sich darüber klar zu werden, was hier im Namen des Fortschritts, der Religionen geschehen ist. Alle, die dieses Buch lesen, werden erschüttert sein und für einen Moment wenigstens, so hoffe ich, den alltäglichen Sinn und Unsinn auf diesem Planeten beiseite legen, einhalten, bedenken und vielleicht sich selbst und ihre Umwelt verändern. Zu spät? Wer kann das beantworten.
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