Customer Review:
Ein aktuelles Sachbuch mit politischem Unterton.
Das Buch zeigt in einer sehr kritischen Weise die Hintergründe des Islamismus auf. Eingehend beschrieben wird die Geschichte der verschiedenen Gruppierungen seit ihrer Entstehung. Das Schwergewicht liegt bei Afghanistan. Organisationen anderer Länder werden nur tangiert (z.B. Palästina oder Algerien). Die entsprechenden Gegenmassnahmen der vornehmlich westlichen Regierungen kommen ebenfalls zur Sprache und ihr Versagen am 11.9.01 wird analyisiert. Udo Ulfkotte bringt vor allem gegen Ende des Buches zunehmend seine eigene politische Meinung ein. Diese ist für Verfechter westlicher Grundwerte sehr kritisch und teilweise unangenehm. Das Buch verliert dadurch auch etwas seinen Status als Sachbuch und verkommt ein wenig zum Plädoyer für den Islam. Positiv zu erwähnen ist der Anhang mit einer genauen Chronologie der Erreignisse am 11.9.01 und den darauf folgenden Schlägen in Afghanistan sowie der Abdruck von Reden und Flugblättern. Das Kapitel über das Völkerrecht ist zu abstrakt und erscheint fehl am Platz. Alles in allem aber ein guter Beitrag zum umfassenden Themenkomplex "Terrorismus/Islamismus".
Gute Lektüre....
Sicherlich ist das Buch mit der heißen Nadel gestrickt und zum Teil wiederholen sich Inhalte.
Dennoch halte ich das Buch für lesenswert, besonders für Leute die sich in der Materie noch nicht wirklich gut auskennen.
Es gibt eine erste Einsicht in den Komplex und behandelt viele Themen. Die aufgeführten Reden am Ende des Buches gefallen mir auch ganz gut.
Es gibt einen schnellen Einblick in ein aktuelles Thema und ist als Anfang zu empfehlen.
Gerade weil durch den 11.09.01 viele Bücher zu diesem Themenbereich "veraltet" erscheinen muß man die Fehler, die durch die schnelle herausgabe entstanden sind, verzeihen.
Ein allumfassendes, komplexes Werk kann in der schnelle nicht geschrieben werden und man müßte Monate und Jahre darauf warten.
Deshalb halte ich das Buch für durchaus gelungen.
Zur tieferen Untermauerung reicht es freilich nicht, hierfür muß man schon auf andere Bücher zurückgreifen.
Abschließend kann man sagen das es mit Sicherheit nicht das beste Buch von Ulfkotte ist, aber durch die Gegebenheiten konnte das auch nicht erwartet werden, und den Anspruch hat auch Ulfkotte mit Sicherheit nicht gestellt.
Eine gute Beschreibung des Terror-Netzes
Wer dieses Buch gelesen hat, weiß, daß mit dem 11. September und dem Afghanistan-Krieg der Terror gegen die westliche Zivilisation noch nicht beendet ist. Und man versteht, warum während ich diese Zeilen schreibe (7. Januar 2002), also am Beginn des vierten Kriegsmonats in Afghanistan die führenden Hintermänner wie Bin Laden oder Mullah Omar noch immer nicht gefaßt sind. Das Buch ist klar gegliedert, führt gut ein in die Themen Islam und Islamismus, hat reichlich Originalquellen wie etwa Redetexte (sogar die ganzen Flugblätter, die die USA über Afghanistan abgeworfen haben) und vor allem nennt es die Namen von Hintermännern in Saudi-Arabien und in Pakistan, die ich im Fernsehen nicht höre. Hintermänner, die offenbar ungeschoren davonkommen sollen. Am spannendsten aber fand ich den Teil über Islamisten in Deutschland und deren Vereine. Es ist unglaublich, daß diese in Deutschland auch noch gemeinnützig und steuerbegünstigt sind und in der Vergangenheit auch noch öffentliche Zuwendungen bekommen haben.
Vom gleichen Autor ist der Thriller "Gencode-J", der ebenfalls sehr zu empfehlen ist.
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