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Koltur hat viele Konnotationen, einige sind in diesem Buch
"Die Welt ist eine Bühne, doch leider ist das Stück schlecht besetzt" titelte Oskar Wilde. Bei Christina Weiss der Kultursenatorin der Hansestadt Hamburg ist die Bühne die Stadt und ob das Stück gut besetzt ist, kommt auf die Kultur der Stadt an. Sie schreibt über das Thema: "Kulturpolitik heute." Es werden verschiedene Straßen der heutigen Kulturpolitik beschrieben und sie zeigt dabei nicht nur die bedeutenden Hauptstraßen, sondern biegt auch mal in eine Nebenstraße ab, ohne in einer Sackgasse zu landen. Dieser Weg führt sie zu kritischen Fragen wie: "Ob Kunst, bei allem Schutz, nicht verfallen muss, wenn sie nicht mehr begriffen wird?" oder "Hat die Kulturpolitik damit nicht vor der Wirtschaftlichkeit, der Ökonomie kapituliert, in dem sie versucht, ihre Botschaft in einer für sie im Grunde fremden Sprache zu übermitteln?" Die Autorin des Buches versteht es, ihr Anliegen in sprachlicher Eleganz zu präsentieren, die dem Leser die Lektüre vereinfacht. Ein wenig zu einfach, bei allem berechtigtem Lob, geht die Autorin mit dem roten Faden ihrer Gedanken um. Man kann nicht die Kommerzialisierung der Kultur bejammern und zwei Kapitel später jeden Antagonismus zwischen Kultur und Wirtschaft abstreiten. Kultur ist mehr als Sozialpolitik zu Regeneration der Arbeitskraft. Kultur muss auch anstrengend, provozierend und zerstörerisch sein dürfen, doch auf diesen dunklen holprigen Gassen wollte Frau Weiss nun doch nicht fahren.
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