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Fundiert und spannend
Es ist nicht 100%ig zu beweisen - aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verschuldete der Staatssicherheitsdienst der DDR den Tod des Fußballers Lutz Eigendorf, der vier Jahre nach seiner Flucht tödlich verunglückte. Eigendorf wurde gezielt und umfassend überwacht und bespitzelt, darüber geben die MfS-Akten lebendiges Zeugnis, auch war die Fußballverrücktheit Erich Mielkes bestens bezeugt. Heribert Schwan legt mit "Tod dem Verräter", dem Buch zu seiner Fernsehdokumentation, ein spannendes und sachlich fundiertes Werk vor.
Noch skrupelloser geht es kaum: das Vorgehen der Stasi
Mit geradezu pedantischer Gründlichkeit und in geduldiger Kleinarbeit hat Autor Dr. Heribert Schwan die Stasi-Akten der Gauck-Behörde gewälzt, um das Schicksal des Profifußballers Lutz Eigendorf und seiner Familie aufzuklären. Hierbei beeindruckt nicht nur die wissenschaftlich aufbereitete, aber auch für den Laien gut verständliche Schilderung der "Operativen Vorgänge" des MfS, sondern auch die aller Wissenschaft zum Trotz gut erkennbaren Fassungslosigkeit des Autors ob mancher Machenschaften. Für mich als "Wessi" ist die Vorgehensweise der Stasi jetzt noch besser verständlich. Umso unverständlicher ist es aber, dass zahlreiche Mittäter und IM's von damals heute ganz selbstbewusst ihre Rehabilitierung fordern - eine Chance, die ihre Opfer nur selten hatten.
Ein sehr nachdenklich stimmendes Buch.
Das Buch "Tod dem Verräter" ist sehr spannend aber auch sehr einfühlsam geschrieben. Er stimmt mich als Leser sehr nachdenklich, zu welchen Taten ein Unrechtsstaat in der Lage ist. Ich hoffe, solche Vorkommnisse, wie in diesem Buch beschrieben, nie wieder in Deutschland vorkommen werden.
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