Customer Review:
Nichts Neues
Schade eigentlich. Für den, der die Bücher des Autors noch nicht kennt und sich für das Thema interessiert, ist es okay. Wer bereits die Bücher des Autors besitzt, hat hier nichts Neues zu erwarten und ist möglicherweise enttäuscht. Es sind lediglich zusammengefaßte Fälle aus den vergangenen Werken. Deshalb kann man sich als Fan diese Lektüre sparen.
Wahre Kriminalfälle aus der DDR
Dieses Buch schildert wahre Kriminalfälle mit tödlichem Ausgang aus den Zeiten der DDR im Zeitraum von 1962 bis 1985. Dargestellt werden sowohl Mordfälle als auch Suizidfälle, wobei letztgenanntere das halbe Buch einnehmen.
Äußerst interessant ist die Vorgehensweise der Kriminalpolizei, die teilweise sehr detailliert beschrieben wird und tiefen Einblick in die doch sehr fortgeschrittene Arbeitsweise der damaligen Zeit gibt, v.a. die Möglichkeiten vor der Anwendung der DNA-Verfahren.
Untermalt werden die Fälle durch die zahlreichen Abbildungen von Tatwerkzeugen, kriminaltechnischen Utensilien und v.a. auch von Leichen. Obwohl die Bilder in schwarz-weiß gehalten sind, ist es trotzdem teilweise sehr unangenehm, sie zu betrachten (Wasserleichen, Personen mit Schädelverletzungen, ...) und aus diesem Grunde nicht für alle Leser empfehlenswert.
Immer wieder werden im Zuge der Schilderung dieser Kriminalfälle auch die, v.a. politischen, Probleme der Bürger in der ehemaligen DDR veranschaulicht, so z.B. die Stellung der Homosexuellen.
Faszinierend und gleichzeitig auch erschreckend und schockierend erscheint beim Lesen die Tatsache, dass es sich hier nicht um „erfundene Kriminalfälle" handelt, sondern dass diese Taten tatsächlich passiert sind und im Zuge dessen stellt sich die Erkenntnis ein, dass die Menschen doch auch sehr grausam sein können (in Bezug auf die Morde). Aber auch die Schilderung der zahlreichen Suizidfälle macht bewusst, das Depressionen immer mehr unsere Gesellschaft beeinflussen und aktive Unterstützung bzw. Möglichkeiten der Beratung für Hilfesuchende kein Tabuthema sein darf!
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