Der Himmel ist für Gott, der Staat für uns. Islamismus zwischen Gewalt und Demokratie

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Authors: Albrecht Metzger
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: Oktober 2000
Publisher: Lamuv
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Kategorien - Politik & Geschichte - Terrorismus & Extremismus - Fundamentalismus

Customer Review:
Reale Gewalt des politischen Islam
Verbrechen gehören seit Jahrhunderten zum Rhythmus des Islam. 1860: Massaker an den griechischen Katholiken in Damaskus nach einem von moslemischen Autoritäten ausgerufenen djihad. 1861: Massaker an Christen im Libanon, die von den Armeen Napoleons III gerettet wurden. 1894-96 zur Zeit der Dreyfus-Affaire: Massaker an den Armeniern im osmanischen Reich. 1915-16: Völkermord an den Armeniern in der gesamten Türkei, Zwangskonversion von Kindern, Frauen und Mädchen, die als Kriegsbeute geschwängert wurden, um echte Muslime zu produzieren. 1923: Ausweisung aller Griechen aus der Türkei (1 Million Ausgewiesene). 1948: Pogrome in Kairo. 1952: Brand jüdischen Eigentums in Kairo. 1952-1961: Säuberung Ägyptens, Ausreise aller "Ausländer". 1956: Ausreise aller "Ausländer" und Juden aus Tunesien. 1954-1962: Ausreise der Ausländer aus Algerien: Der Krieg war ein djihad (ein Moudjahidin ist ein "Kämpfer des djihad"). In den Jahren 1960-90: Massenflucht der Christen aus dem Nahen Osten (Libanon, Türkei, Syrien, Irak). Ende der 1960er Jahre: Organisierte Ausreise der Juden aus Marokko. 1970-80: Die ausländische Bevölkerung (Italiener, Franzosen, Griechen, Malteser, Spanier) in Marokko wurde auf ein Viertel reduziert: Ihr Anteil sank nach der Marokkanisierung" von Arbeitsplätzen, Vermögen und Unternehmen von 400 000 auf weniger als 100 000. 1978-90: In ihrem eigenen Land massakrierte Kopten. 1980-90: Völkermord an den Christen und Animisten im Sudan (1 Million Tote); Versklavung der Gefangenen. 1976-96: Ein Viertel der Bevölkerung in Timor durch Muslime eliminiert. 1980er und 90er Jahre: Massaker an den Christen in Indonesien und im Süden der Philippinen. 1990er Jahre: Ermordung von einheimischen oder als Touristen eingereisten Ausländern in Algerien, Ägypten usw. 1990 und in den darauf folgenden Jahren: Pogrome an zumeist christianisierten Chinesen in Indonesien. Und so weiter und so fort.
Stehen die Tatsachen erst einmal fest, kann man sie in Bezug setzen mit dem "Manifest", mit "Mein Kampf", mit dem "Koran" um herauszuarbeiten, was in diesen grundlegenden Texten die Gläubigen dazu bringt, diejenigen umzubringen, die ihren Glauben nicht teilen. Das "Manifest der kommunistischen Partei", der heilige Text des Marxismus, und andere "Korane" des Marxismus rechtfertigen die Ausrottung der schädlichen Klassen. "Mein Kampf", der Grundlagentext der Nazis, behauptet die erträumte Überlegenheit eines Volkes. Der"Koran" ist unzweideutig. Er bejaht die Überlegenheit der erwählten Rasse wahrhaft Glaubender, die im Namen dieser Überlegenheit aufgefordert sind, die "Ungläubigen" zu töten, zu erdrosseln, zu morden, zu foltern, sie die Jizya" zahlen zu lassen. Die Muslime erklären: "In diesem Buch gibt es 123 Verse, die zum Töten und zum Kriegführen auffordern", der bekannteste lautet "Tötet die Ungläubigen, überall da, wo ihr sie findet".
Die Islamisierung Europas schreitet immer schneller voran, aber keine Angst: Der Islam ist tolerant, das sagen auch die Muslime und ihre Helfershelfer. Natürlich widerlegt alles diese Behauptung. Im Arabischen entspricht "dhimmi" dem Begriff "toleriert". Ein "dhimmi" ist ein Jude oder ein Christ, dessen Präsenz in den eroberten Gebieten der Islam tolerieren soll. Die Gesetze der Scharia in Bezug auf die ,dhimmi' sind zahlreich. Sie unterliegen Sondersteuern. Es ist ihnen untersagt, ihre Kultstätten (Kirchen oder Synagogen) zu errichten, vergrößern oder restaurieren. Ihr Kult ist nicht verboten, aber er muss diskret sein (Glocken läuten nicht). Ihre Zeugenaussage gegen einen Muslim wird nicht anerkannt. Sie werden zum Tode verurteilt, wenn sie eine Muslima heiraten oder Bekehrungseifer an den Tag legen. Sie können keine Ehrenämter übernehmen. Sie werden dazu verpflichtet, für den djihad aufzukommen, um neue Gebiete zu erobern. Ihr Land heißt "fey", es ist eine Kriegsbeute. Der siegreiche Islam entscheidet über die "Rechte", die er den "dhimmi" überlässt: Verhandeln sind nicht möglich. Der "dhimmi" ist ein ehemaliger "harbi", der den Sieg des Islam akzeptiert hat. Damit ist er vor den Gesetzen des djihad "geschützt", die Sklaverei, Massaker, Plünderungen und die Aufteilung der Beute gestatten. Aus dem "Schutz" folgerten die Helfershelfer die "Toleranz" des Islam. Wenn die "dhimmi" aufmucken und rebellisch werden, dann werden sie wieder zu "harbi", und die Gesetze des djihad gelten für sie. Das Dasein als "dhimmi" "die Unterwerfung unter die ungerechteste Ordnung, die es auf der Welt jemals gab" verbreitet sich überall in der westlichen Welt.


Islamismus,Fundamentalismus und Terrorismus? Hose wie Jacke?
Wenn George Bush den Islamwissenschaftler Bernard Lewis fragt, warum Muslime uns hassen? dann will er Lewis vertretene Ansicht hören: Muslime hassen uns nicht für das, was wir ihnen antun, sondern für das, was wir sind. Und nicht zuletzt für unsere Werte (Demokratie, Freiheit, Menschenrechte). Diese These wird von vielen umstritten diskutiert, in diesem Buch schließt sich Metzger den Kritikern an. Der Orientalist Albrecht Metzger ist der Meinung: "je weniger sich der Westen politisch oder militärisch in die Angelegenheiten eines islamischen Landes einmischt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass islamische Fundamentalisten die Waffe gegen ihn erheben".( S.15) Er stellt aber ganz klar dar, daß das "keinesweges die Gewalt rechtfertigt".
Mit Informationen aus erster Hand erklärt Metzger plakativ die historischen Grundlagen des Islamismus und stellt seine wichtigsten Ideologen vor.
Außerdem stellte er damals schon im Jahre 2000 eine für die Gegenwart des Islamismus relevante These auf; ein großteil der Islamisten, werden früher oder später einmal an der Macht zu Pragmatikern ( siehe Wahlsieg Hamas) und lassen große Teile ihrer Ideologie hinter sich. D.h sie säkularisieren und schließen sich automatisch der Demokratie an (die aktuell diskutierte charta Änderung der Hamas, die sie zur Anerkennung Israel veranlassen wird und sie zum Dialogpartber statt Erzfeindmacht, ist doch das beste Beispiel für Metzkers Vorhersage!).
Gewalt und Demokratie im Islam: Wie der Westen dazu beiträgt
Dieses Buch thematisiert Ussama Bin Laden, auch wenn es ein Jahr vor den Anschlägen des 11. 9. erschienen ist: Der Autor bezeichnet den Sieg der Mudshahedin über die sowjetischen Truppen in Afghanistan, 1989, als "Katalysator für den militanten Islamismus". Einer der ehemaligen Afghanistan-Kämpfer ist Ussama Bin Laden. Der Kampf der Mudshahedin ist mit 3 Mrd. $ durch die USA wesentlich mitfinanziert worden.

Ägypten, Palästina, Jordanien, Libanon, Jemen: 5 verschiedene Länder, 5 verschiedene Ausprägungen des Islamismus. Albrecht Metzger macht deutlich, dass es DEN monolithischen Islamismus, vor dem sich viele fürchten, nicht gibt. Aus dem Ländervergleich wird deutlich, unter welchen Bedingungen Gewalt entsteht und unter welchen Bedingungen Demokratie. Und es wird deutlich, dass die USA die politischen Bedingungen in Nahost wesentlich mitgestalten.

Dies ist kein Buch, das als Reaktion auf den 11. 9. schnell zusammengeschrieben worden wäre. Vielmehr basiert es auf zahllosen Interviews des Autors mit Journalisten, geistlichen Würdenträgern und anderen wichtigen Multiplikatoren vor Ort. Albrecht Metzger vermittelt dadurch einen authentischen Einblick in die überraschend vielgestaltige politische Landschaft des Nahen Ostens.

Books:

  1. Die Gewerkschaft ÖTV
  2. Konfliktregulierung in Jugoslawien 1991 - 1995. Die Rolle von OSZE, EU, UNO und NATO
  3. Blutige Diamanten.
  4. Fremd ist der Fremde nur in der Fremde
  5. Zum Beispiel Kokain.
  6. Quo vadis Israel? Die neue Intifada der Palästinenser.
  7. Guatemala - Der Krieg und die Kinder.
  8. Zum Beispiel Verschuldung
  9. Die Waisenkinder von Bethanien. 35 Jahre auf der Westbank.
  10. Robben Island. Insel in Ketten.

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