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Kampf um Toleranz und um Theater
Bisher habe ich keinen Theatermenschen gesehen, der faehig gewesen waere, sich in dem Masse im Hintergrund zu halten, damit er auf diese Weise genügenden Spielraum seiner Besorgnis um die Theater und Kultur einraeume. Man kann seinen Kaempfen, die er Tag für Tag bestehen sollte, verfolgen: es blitzen dadurch nicht nur die wichtigsten Ereignisse der deutschen Theater aus dem letzten 45 Jahren auf, auch die Sache der Schriftsteller und der Literatur liegen ihm am Herzen. Als humanistischer Intellektueller erhebt er seine Stimme für Menschen, die diskriminiert werden. Waehrend seines Lebens musste auch er selbst nicht einmal das Schicksal der Ausgeschlossenen durchleben. Auch in der wunderschön aufrichtigen Dankrede für den Moses-Mendelssohn-Preis hat er nur anscheinend über sich gesprochen. In der Tatsache nahm er auch diese Gelegenheit in Anspruch, einige Worte in Zusammenhang mit der Toleranz zu sagen, er, der als Kind aus seinem Land verfolgt wurde und ins Exil gehen sollte, er, der in der deutschen Kultur aufgewachsen ist, doch auch auf dem deutschen Sprachgebiet Verfolgungen ausgeliefert war.
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