Customer Review:
ein gutes Buch
Ich persönlich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Der Autor schreibt zwar sehr einseitig von den USA, aber das kann man als gelungenes Kontrastprogramm zur duckmäuserischen Medienlandschaft anerkennen. Das Buch macht seinem Titel alle Ehre.
Wenn unsere Politiker dieses Buch schon hätten lesen können (und gelesen hätten) bevor sie in den Krieg nach Afghanistan gezogen sind, hätten sie sich das sicher noch mal überlegt.
Denn die USA ist längst nicht so toll wie immer alle behaupten.
Diese Tatsache bringt das Buch in sehr gelungener Weise in 55 teilweise miteinander verknüpften Einzelpunkten an den Leser.
Das Buch ist provokant und politisch unbeqquem - also genau so wie es meiner Meinung nach sein sollte.
Denkanstoß
Insgesamt finde ich das Buch sehr gut gelungen. Till Bastian beschreibt in seinem Buch "55 Gründe, mit den USA nicht solidarisch zu sein. und schon gar nicht bedingungslos" warum man den USA kritischer gegenüber stehen sollte. Dabei untermauert er seine Argumente und Gründe mit Zitaten aus international bekannten und angesehenen Zeitungen. Das Buch ist schnell und leicht zu lesen, da sich Bastian einer einfachen Sprache bedient. Bastian verurteilt die USA und seine Innen- wie Außenpolitik sehr scharf. Den Vorwurf, antiamerikanisch zu sein, widerlegt er mit guten Argumenten schon im Vorwort. Allerdings sind 116 Seiten zu wenig um 55 Gründe detailiert zu erläutern oder auszuführen. Deswegen vergab ich auch nur 4 Sterne, weil ich das Buch schlicht zu kurz fand. Manche Tatsachen werden zu vereinfacht und gekürzt dargestellt. Es hätten ruhig mehr Beispiele sein können: z.B die Machenschaften der Ölkonzerne in Afrika und Südamerika.Das Buch soll einem (das denke ich jedenfalls) aber auch nur einen Denkanstoß liefern und nicht die Politik der USA der letzten 30 Jahre detailiert beschreiben. Die Informationen reichen aus um jeden Leser davon zu überzeugen, dass man sich der einzigen Supermacht gegenüber kritischer verhalten sollte. Sowohl normale Bürger als auch Staaten. Wer sich für das Thema genauer informieren will, der findet unter den 55 Gründen genug Ansatzpunkte, bei denen man nachhaken kann. Es werden Gründe aus den Bereichen Außenpolitik, Innenpolitik, Wirtschaftspoltik und Umweltpolitik angesprochen. Sogar die Eröffnungsrede von G.W.Bush zu den Winterspielen in Salt Lake City wird kritisiert...das fand ich allerdings übertrieben.
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