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Der wahre "Aufstand der Anständigen"
Wenn auch für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich offen und direkt formuliert, so scheint mir dieses Buch ein Ausdruck des wahren "Aufstand der Anständigen" zu sein.
Wann kommt Band 2 ?
Endlich ein Buch, das sich der scheinbar deutschlandweiten linken Verblendung entzieht und diese zu Recht hart konfrontiert. Die zahlreichen Nachrichten aus den jüngeren Jahren, und die Kommentare und Bewertungen, helfen der eigenen Erinnerung sehr, die ja trotz offener Augen und Ohren selektiv und beschönigend arbeitet. Daneben lassen sie auch Verirrten und Verwirrten wenig Chancen, ihren halsbrecherischen Holzweg in diesem Land unkritisiert weiter zu bauen.
Volksverhetzung oder Satire?
Eins ist dieses Buch jedenfalls nicht: seriös.
Der Autor zieht eine unverblümte Parallele zwischen Stalinismus und demokratisch gewählten Regierungen. Man fragt sich bereits nach den ersten Seiten: Warum schreibt er sowas ? Mitteilungsbedürfnis eines sich langweilenden Mittelstandkindes, das noch nie hart arbeiten mußte? Oder bewußte Provokation um der deutschen Satire-Welt eine neue gedankliche Dimension zu geben?
Meine These: Der Antonio kämpft als Neo-Liberaler gegen die derzeitige öffentliche Meinungslandschaft, die sich doch glücklicherweise von der bürgerlichen Meinungsdiktatur a la Springer gelöst hat. Er sehnt sich also ein bißchen nach einer Zeit zurück, in der es noch so einfach war, seine Identität über materielle bürgerliche Werte zu bestimmen. Er ist offiziell gegen Gleichmacherei, doch insgeheim ist er nur argwöhnisch, daß Arbeitslose auch Autos fahren und Internet besitzen.
Fazit: Ein Buch, das man nur dann lesen sollte, wenn man ein Herz für politisch pubertierende Mitmenschen hat.
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