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Strukturen aufbfrechen - Rezension zu Buch v. F. Miksovsky
Felix Miksovsky stellt eine hanhabbare Näherungsmethode vor, um mit der Komplexität unseres täglichen Lebens in Beruf und Alltag besser umgehen zu können. Dabei weckt er zunächst das Verständnis für Komplexität und macht sie bewusst. Er zeigt die Grenzen der Berechenbarkeit von Entwicklungen im belebten Bereich auf, um dann eine Vorgehensweise zu empehlen, die auch in hochkomplexen Situationen zu optimalen, sachorientierten Lösungen führt.
Die Anwendung der angebotenen Methode, die auf konsequentem Denken in Zielgrößen und den darauf einwirkenden Einflussgrößen basiert, setzt ein Umdenken voraus: den Abschied vom linearen Ursache-Wirkungs-Denken.
Die Bedeutung unseres Unterbewusstseins für unsere Entscheidungen wird ebenso klar und verständlich wie die Wichtigkeit der Entwicklung unserer Gedanken im Dialog sowie die Einhaltung ethischer Grundsätze im Umgang miteinander.
Für jeden, der bestrebt ist, aus gewohnten Gedankengängen herauszukommen, stellt dieses Buch von Miksovsky eine großartige Anregung und zugleich Hilfe dar.
Komplexität zum Nachdenken
Der Titel eines gut 100 Seiten starken Buches verspricht Hilfe beim Aufbrechen verkrusteter Strukturen durch den erfolgreichen Umgang mit Komplexität. Zuerst fragte ich mich, ob ein so komlexes Thema wie KOMPLEXITÄT auf 109 Seiten abgehandelt werden kann. Es kann! Felix Miksovsky hat mich mit seinem Werk sehr nachdenklich gemacht und mir mit seinen klaren Beispielen die Sinne für seine Sicht der Welt geschärft. Er zeigt auf, dass wir in hochkomplexen Systemen, die eher chaotisch als linear organisiert sind, mit unseren oft symptomatischen, einfachen, linearen Denk- und Verhaltensstrukturen widerNATÜRlich und zu kurzfristig handeln. Sein der Natur abgeschautes und bewährtes System der Feedback-Schleife wird unterschätzt und verachtet. Der Autor, so mein subjektiver Eindruck, verfügt über ein gutes Stück Lebensweisheit und sehr viel Erfahrung aus beruflicher Praxis. Er scheint ganz genau zu wissen, wovon er redet (schreibt). Trotzdem habe ich die Sorge, dass seine phylosophischen Ansätze den "Machern" dieser Welt - so nennt er macht- und profitbesessene Hierarchen - nicht in die derzeit gültigen und verbreiteten Führungskulturen passen. Wenn Sie nicht zum großen Heer der Opportunisten gehören, dann ist dieses Buch sehr empfehlenswert. Eine andere Sichtweise auf unsere Wirtschafts-, Lebens- und Lernsysteme muss allemal erlaubt sein. Ein Buch, das nachwirkt.
Chance für die Menschheit
Der etwas abstrakt klingende Titel lässt nicht vermuten, dass das Buch sich konkret mit den Problemen und Fehlentwicklungen sowohl des einzelnen Menschen als auch der Gesellschaft befaßt. (Familie, Beruf, Staat usw.) Dabei beschränkt es sich nicht darauf, die verkrusteten Strukturen aufzuzeigen, sondern erklärt deren Entstehung und gibt vor allem konkrete Lösungsvorschläge.
Gerade in einer Zeit des Umbruchs vermittelt das Buch einen Weg zum ganzheitlichen Denken und damit echte Hilfestellung.
Trotz des komplexen Themas liest sich das Buch spannend und bietet sich als Lektüre für jeden an, der bestrebt ist, sich selbst und seine Umgebung konstruktiv und positiv zu verändern.
Dabei erkennt man auf Schritt und Tritt über welch reiche Lebenserfahrung der Autor verfügt, die er dem Leser übermittelt.
Eine sehr empfehlenswerte Lektüre. Würde sie in den höheren Schulen zur Pflicht, wäre mir um die Zukunft Deutschlands nicht mehr bange.
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