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Das Ende einer Kolonie im kalten Krieg
Kapuscinski beschreibt beeindruckend und unglaublich kompakt, vor dem Hintergrund seiner langjährigen Afrikaerfahrung, das Ende der Kolonialherrschaft Portugals in Angola nach der Nelkenrevolution. Ein verwirrendes Chaos aus flüchtenden Portugiesen und weißen Angolanern, ebenso weißen Angolanern die auf der Seite der linksgerichteten MPLA gegen die FLNA und Unita kämpfen, auf deren Seite die Südafrikaner und ebenso weiße Angolaner eingreifen und den Machterhalt sichern wollen. Darübergelagert der Konflikt West gegen Ost, Kapuscinski als einzig weißer Reporter im belagerten Luanda. Bedrückend, in der Rückschau zu bemerken, wie sich der damalige Konflikt West gegen Ost (mit seinen Stellvertreterkriegen) in einen Konflikt 1. Welt gegen 3. Welt zu unserer Zeit gewandelt hat. Kapuscinski beschreibt einen Krieg, der als interner angolanischer Konflikt auch heute noch schwelt, der aber ansonsten vergessen ist. Ein wirklich lesenswertes Buch das einen Teil der afrikanischen Geschichte beschreibt, über den sonst kaum etwas zu finden ist.
Grausame Details zur Weltpolitik
Kapuscinski habe ich viel verdanken. Ein großer Teil meines Hintergrundwissens über Afrika stammt aus seinen Reportagen. Gerade sein schmales Buch über Angola wird man so schnell nicht wieder vergessen. Es zeichnet nicht nur - wie auf losen Blättern - grausame Skizzen, sondern ordnet den Krieg zugleich in ein Raster historischer Entwicklungen ein, die weit über Afrika hinausgehen. So gibt Kapuscinski einem einerseits ein starkes Gefühl und gleichzeitig versorgt er einen mit all den politischen Argumente zur theoretischen Einordnung. Hinzufügen kann ich noch, dass die Soldaten aus Cuba für ihren langjährigen Einsatz zum Lohn 700 Pesos kriegten, eine Ehrennadel und einen Ventilator.
Grausame Details zur Weltpolitik
Kapuscinski habe ich viel verdanken. Ein großer Teil meines Hintergrundwissens über Afrika stammt aus seinen Reportagen. Gerade sein schmales Buch über Angola wird man so schnell nicht wieder vergessen. Es zeichnet nicht nur - wie auf losen Blättern - grausame Skizzen, sondern ordnet den Krieg zugleich in ein Raster historischer Entwicklungen ein, die weit über Afrika hinausgehen. So gibt Kapuscinski einem einerseits ein starkes Gefühl und gleichzeitig versorgt er einen mit all den politischen Argumente zur theoretischen Einordnung. Hinzufügen kann ich noch, dass die Soldaten aus Cuba für ihren langjährigen Einsatz zum Lohn 700 Pesos kriegten, eine Ehrennadel und einen Ventilator.
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