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Dekonstruktion der Ethik
Ein faszinierendes Buch. Ein Meisterstück über einen einzigen Satz der von Montaigne, Aristoteles zugesprochen wird. "O meine Freunde, es gibt keinen Freund." ("O my friends, there is no friend.") Derrida entwickelt ausgehend von diesem Ausspruch (und deren Adaptionen z.B. von Nietzsche) eine Analyse der Begriffe Freund/Feind, das Politische (der Begriff des Politischen bei Carl Schmitt), Brüderlichkeit, Bruder (Cicero), Schwester (Schwesterlichkeit?), Geschlecht, Nation, Herkunft, das Blut, Demokratie, Hospitality (Gastfreundschaft) usw. In gewohnt dekonstruktiver Weise zeigt Derrida im Verlauf des Buches die mit diesen Begriffen einhergehenden "Denkknoten", Aporien auf. Ein dichtes, nicht greade einfaches, aber sehr anregendes Buch. Ich habe über dieses Buch einen guten Zugang zu Aristoteles (seine Eudemische Ethik und seine Politik) bekommen. Es verblüfft wie klar die Schrifen von Aristoteles sind. Dieses Buch von Derrida zeigt auf eindrucksvolle Weise wie genau und subtil er die Sprache der Politik und der Philosophie "zerlegt". Einziger Schönheitsfehler: das Buch wimmelt nur so von Setzfehlern.
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