Unsere Welt ist keine Ware. Handbuch für Globalisierungskritiker.

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Unsere Welt ist keine Ware. Handbuch für Globalisierungskritiker.


Authors: Christine Buchholz, Anne Karrass, Oliver Nachtwey
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: September 2002
Publisher: Kiepenheuer & Witsch
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Customer Review:
Alles, was man braucht: Debatten, Adressen, Übersicht
Was dieses Buch bisher einmalig in der sich gut entwickelnden globalisierungskritischen Buchlandschaft macht, sind im wesentlichen drei Dinge:

Erstens gibt es für Einsteiger einen Überblick über die Entwicklung der globalisierungskritischen Bewegung von ihrem ersten Fanal 1999 in Seattle bis heute. Dabei werden Ziele, Themen, Strategien und Entwicklung der Bewegung übersichtlich dargestellt - ebenfalls die Stärken und Schwächen der Bewegung, sowie die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beteiligten Gruppen.

Zweitens kann man das Buch nicht nur als thematische Einführung in das Thema lesen, sondern auch als Zusammenfassung der lebendigen Debatten innerhalb der Bewegung. Autorinnen und Autoren mit ganz unterschiedlichen politischen Positionen und Strategien, von Gewerkschaftern über Grüne, Sozialdemokraten bis zu Revolutionären stellen ihre Positionen dar.

Drittens lädt das ausführliche Adressenverzeichnis mit einer kurzen Vorstellung der erwähnten globalisierungskritischen Gruppen zum Mitmachen ein - also ein Buch nicht nur für theoretisch Interessierte, sondern vor allem für Aktivisten - von Aktivisten geschrieben.

Das neben den vielen Gemeinsamkeiten der Bewegung auch große Unterschiede diese und damit das Buch prägen, erscheint auf den ersten Blick verwirrend.

Doch die globalisierungskritische Bewegung ist noch jung - sie muss noch viele Erfahrungen machen und verarbeiten.

Einer der wichtigsten Schritte in der nächsten Zeit wird dabei nicht nur die Intensivierung der Zusammenarbeit der einzelnen Gruppen untereinander sein, sondern vor allem der Kampf für die Ausbreitung der Bewegung (hier hinkt Deutschland mächtig hinterher)und die Formulierung eines gemeinsamen Programmes, dass die grundsätzlichen gemeinsamen Ziele und Strategieen enthält.

Das Buch spiegelt also die Bewegung auch in allen ihren praktischen und theoretischen Schwächen wieder - und fordert dazu auf, sich einzumischen und am Aufbau der Bewegung mitzuarbeiten, denn: eine andere Welt ist möglich!
Eine andere Welt ist möglich!
Mit der großen Demonstration 1999 gegen die Welthandelsorganisation WTO in Seattle traten die „Globalisierungsgegner" erstmals spektakulär auf die Weltbühne. Seitdem haben die großen internationalen Treffen der G8, des World Economic Forums WEF, des Internationalen Währungsfonds IWF usw. keine Ruhe mehr vor ihnen. Schon vorher hatte sich in Frankreich 1998 unter dem Eindruck der großen weltweiten Finanzkrisen die Bewegung Attac gegründet, die inzwischen weltweit mehrere zehntausend Mitglieder hat.
Was wollen diese Menschen? Die Bewegung setzt sich recht buntscheckig zusammen, so dass nicht nur Außenstehenden, sondern auch manchem Insider die Orientierung fehlt, was genau die Vorstellungen und Ziele sind. Diesem Mangel will dieses Büchlein abhelfen, das von vier aktiven jungen deutschen Globalisierungskritikern herausgegeben wird. Bezeichnenderweise nennt es sich „Handbuch der Globalisierungskritiker", eben nicht Handbuch der „Globalisierungsgegner". In diese Anti-Ecke soll die Bewegung ja häufig gestellt werden. Kritik dagegen meint in seinem ursprünglichen Sinne nicht einfach Ablehnung, sondern weist auf Grenzen und Möglichkeiten hin, auf mögliche Alternativen: „Eine andere Welt ist möglich" - ein Motto der Globalisierungskritiker.
Das breite Spektrum der Gedanken von klassisch sozialdemokratischen Reformen bis zu sozialistischen Ansätzen, von der Tobinsteuer bis zum Irakkrieg wird in diesem Buch durch zahlreiche kleine Aufsätze wiedergegeben. Die Auswahl repräsentiert herausragende internationale Globalisierungskritiker wie z. B. die Bestsellerautoren Susan George oder Noam Chomsky.
Das besondere Verdienst der einleitenden Aufsätze der Herausgeber ist es, dass sie die Theorie(n) der Globalisierungskritik in den Zusammenhang der globalisierungskritischen Praxis stellen. Die Globalisierungskritik fiel nicht einfach vom Himmel, sondern ist Ausdruck einer kämpferischen weltweiten Praxis einer Vielzahl von Menschen, die sich in zahlreichen weltweit organisierten Demonstrationen und auch Konferenzen vom Weltsozialforum WSF in Porto Alegre bis zum Europäischen Sozialforum ESF jetzt im November 2002 in Florenz widerspiegelt. Verdienstvoll ist auch der günstige Preis, mit dem die Herausgeber wohl erreichen wollen, dass das Buch eine möglichst große Verbreitung findet, was ihm durchaus zu wünschen ist.

Books:

  1. Die Jahre der Kommune 1. Berlin 1967 - 1969
  2. Palmen in Warschau. Notizen aus dem neuen Polen
  3. Wettbewerbspolitik. Geschichte, Theorie und Praxis
  4. Abenteuer Zeitreise. Eine Stadt im Wilden Westen
  5. Die neue Ukraine. Gesellschaft - Wirtschaft - Politik (1991 - 2001)
  6. Geschichte und Mythos
  7. Helmut Schmidt. Vernunft und Leidenschaft
  8. Manfred Rommels gesammelte Witze
  9. Manfred Rommels gesammelte Gedichte
  10. Aufgewacht. Mauer weg.

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