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Allahs Plagiator
Gerhard Konzelmann - der angeblich "intimste Kenner Arabiens" - ist gar kein Nahostexperte, sondern vielmehr ein Plagiator und unkundiger Publizist. Das enthüllt Gernot Rotter, Prof. für Gegenwartsbezogene Orient-Wissenschaft, in seinem Buch "Allahs Plagiator", isbn 3-9802298-4-x. Der Autor weist dort nach, daß Konzelmann in vielen seiner "Sachbücher" erhebliche Teile wörtlich oder fast wörtlich von anderen Autoren abgeschrieben oder in nur leichter Abwandlung nacherzählt hat - und das alles ohne Quellenangabe.
Darüber hinaus besteht Konzelmanns Eigenanteil an seinen Büchern aus historischen Verfälschungen, belanglosen Anekdoten sowie unhaltbaren Vorurteilen gegenüber der arabischen Welt und dem Islam. Rotter kommt zu dem Ergebnis, daß Konzelmann die öffentliche Meinung über die Araber und den Islam viele Jahre irregeführt und zu einer Wiederbelebung des Feindbildes "Islam" beigetragen hat.
Der verwaiste Pfauenthron - Persiens Weg in die Gegenwart
Er ist ein Fremdkörper in der Schatzkammer der Zentralbank der Islamischen Republik Iran schreibt Gerhard Konzelmann, renommierter Fachmann für Politik und Religion für den Nahen Osten.
Der Historiker verwendet seinen Buchtitel als Leitmotiv: den Pfauenthron.
Er wurde im Auftrag von Schah Fath Ali zu der Zeit als Napoleon Persien aus innerpolitischen und persönlichen Gründen nicht erobern konnte für seine Lieblingsfrau Tavous gefertigt. Dessen Name bedeutet übersetzt Pfau.
Der Schah konnte sich auf dieses reich verzierte Liebeslager zurückziehen. Seitdem symbolisierte der Thron Macht.
Auch für den letzten Schah, Mohammed Reza Pahlawi, der 1979 gestürzt wurde, hatte er große Bedeutung.
"Persiens Weg in die Gegenwart" - so lautet der Untertitel des aktuellen Werks von Gerhard Konzelmann. Dieser ist ebenso Programm wie der eigentliche: Der Leser wird in den fernen Orient mitgenommen und erlebt, wie sich das persische Reich seit 600 vor Christus bis heute vom Land mit stolzer Kultur zu einem Krisenherd entwickelte.
Man darf erleben wie König Cyros das persische Reich gründete und wie Darios ihm Religionsfreiheit sicherte.
Die Schlacht bei Quadisiah, als die Araber die Perser besiegten und damit die Aufgabe der persischen Religion erzwangen, stellt die erste große Zäsur dar. Die Perser sahen sich als Arier.
Konzelmann nimmt sich Zeit über die Anfänge der Staatsgründung zu erzählen und den Hergang persischer Geschichte zu veranschaulichen. Zusammenhänge und Auswirkungen bilden die Grundlage für das Verstehen der aktuellen Themen.
Der Autor berichtet von den Anfängen der Kämpfe um die richtige und wahre Religion. Blutige Kriege um das Privileg, das Volk leiten zu dürfen ziehen sich durch die Erzählung.
Man erfährt die Geschichte eines Staates, an dem von allen Seiten gezerrt und der dadurch geprägt wurde. Die profitable Lage an warmen Gewässern zwischen Irak, Pakistan und Afghanistan, nahe Russland und Indien wurde häufig Objekt der Eroberungs-Begierde.
Auch die Förderung des schwarzen Golds Öl im Iran, und dessen zunehmende Wichtigkeit werden angeführt. Viele Großmächte nutzen zunehmend den Staat zu ihren Gunsten aus, in Zeiten in denen Iran von der Hilfe anderer Abhängig war. Iran verkaufte sich zunehmend für Waffen und Geld. Die Streits im Inneren schwächten noch dazu, förderten Glaubenskriege. Doch jeder Krieg galt als eine Gnade Allahs, der endlich Gut von Böse trennen würde.
Als Böse wurden auch die USA ab Mitte 1988 deklariert.
Konzelmann berichtet über die Anfänge der Spannungen zwischen den USA und Iran, die sich seit dem 11. September wieder verstärkten.
Gestützt hat sich der Historiker bei seinen Erzählungen auf zahlreiche Schriften und Beobachtungen. Große Poeten des Landes werden von ihm zitiert, Sammelwerke, Enzyklopädien sowie ausländische Fachliteratur herangezogen und persönliche Erfahrungen mit eingeflochten.
Es scheint dem Nahost-Experten darüber hinaus wichtig zu sein, Begriffe und Symbole, die wichtig für die persische Kultur und dessen Entwicklung sind zu übersetzen und zu erklären.
Dieser sorgfältigen Recherche und der verständlichen Schreibweise ist es wohl auch zu verdanken, dass man sich leicht in eine andere Zeit und Ort entführen lässt. Man nimmt an den Veränderung im Land scheinbar selber teil und erhält einen hohen Verständnisgewinn für die aktuellen Probleme.
Iran zählt laut US-Präsident Bush zur „Achse des Bösen", die den Terrorismus fördern.
So sehr im Blickpunkt der Öffentlichkeit ist es interessant die Geschichte dieses Staates zu kennen.
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