Customer Review:
Dies ist das Buch des Top-Agenten John Douglas über seine Fahndung nach Serienmördern!
Es ist die Fortsetzung des ersten Buches (Die Seele des Mörders). Wieder bekommt man Einblick in berühmte Fälle des USA-Profilers und seiner Fahndungsmethoden. Faszinierend!
In diesem Buch geht es vor allem um Verbrechen an Kindern und Jugendlichen. Sehr anschaulich schildern Autor und Co-Autor die Fälle.
John Douglas hat mehr als 25 Jahre für das FBI gearbeitet. Er gilt als Experte in Profiling.
Mag manch einer glauben, er beweihräuchere sich hier zu sehr selbst, so denke ich, dies steht ihm zu.
Teilweise am Thema vorbei
Gekauft habe ich dieses Buch, weil ich mich für die Arbeit von Profilern und die Verbrechensbekämpfung an sich interessiere und von John Douglas' erstem Buch durchaus angetan war. Leider ist diese Fortsetzung ein wenig enttäuschend. Auch hier werden wieder Fälle geschildert und die Arbeit der Profiler erläutert. Leider aber nimmt die tatsächliche Schilderung dieser Fälle und Methoden nur einen ziemlich geringen Teil des Buches ein. Ca. 1/3 des Buches wird auf einen einzigen Fall verwandt. Nun ist dieser Fall zwar wirklich schrecklich und mitreissend und es ist begrüßenswert, auch etwas über den menschlichen Hintergrund des Opfers zu erfahren, aber John Douglas übertreibt es mit dem Hintergrund hier doch ein wenig. Die Vorgeschichte beginnt mit der Jugend der Eltern des Mordopfers und zieht sich durch eine mehr als detailgetreue Erzählung des Familienlebens inkl. alltäglichen Dialogen etc. Auch die Nachgeschichte ist sehr umfangreich. Wäre das Buch nur diesem einen Fall gewidmet, wäre das alles berechtigt, aber in einer Fallsammlung sind solch umfangreichen Hintergrundinformationen dann doch etwas fehl am Platz.
Zum Ende des Buches findet sich dann noch eine Analyse des Mords an Nicole Brown Simpson. Hier wird so geschrieben, als wäre John Douglas in einem fiktiven Dialog mit den ermittelnden Beamten. Die Erzählweise und Analyse ist langatmig und wenig mitreissend. So ist auch hier wieder ein längerer Teil des Buches wenig lesenswert. Zusammen mit dem o.g. Fall ist schon mindestens die Hälfte des Buches nicht unbedingt ansprechend und entspricht auch nicht dem, was sich der Leser erwartet - die Darstellung der Profilerarbeit anhand von mehreren Fällen.
Hinzu kommt, daß Douglas das Buch nutzt, um an vielen Stellen seitenlange Tiraden über seine persönliche Meinung zu Mördern, der Todesstrafe etc. abzulassen. Eigentlich erwarte ich von einem solchen Buch ein gewisses Maß an Objektivität, auch ist das flammende Plädoyer für die Todesstrafe wirklich nicht jedermanns Sache. Ich als Leser möchte erfahren, wie Profiler arbeiten und wie Fälle aufgeklärt werden. Die subjektive Meinung von Douglas zu Verbrechen und anderen Themen interessiert mich eher weniger.
Schade, dieses Buch hätte interessant sein können. So war es größtenteils langatmig und zu subjektiv.
vom leiden der opfer und hinterbliebenen
Auch in seinem 2. buch präsentiert Douglas spektakuläre fälle und deren auflösung. Diesmal stellt er aber mehr die opfer in den mittelpunkt: junge lebensfrohe frauen, glückliche familien, über die aus heiteren himmel das unglück hereinbricht. Douglas hat viele hinterbliebene von mordopfern persönlich kennengelernt. Er beschreibt auch den Kampf den die hinterbliebenenverbände führen: gegen das vergessen, dafür dass die todesstrafe verhängt wird, gegen "liberale" richter, welche hinrichtungen verzögern. Ein für gegner der todesstrafe nicht gerade leicht verdauliches buch. Man kann Douglas aber sicher nicht lynchjustiz vorwerfen: er beschreibt auch wie es passieren kann das unschuldige verurteilt werden. Im letzten kapitel gibt er noch eine sehr trockene analyse des O.J. Simpson - Falls ab.
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