Das Schlachtfeld der Zukunft. Zwischen Kaukasus und Pamir.

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Authors: Peter Scholl-Latour, Peter Scholl- Latour
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: April 1998
Publisher: Goldmann
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Kategorien - Lernen & Nachschlagen - Wissen nach Themen - Länder & Regionen - Asien - Zentralasien
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Customer Review:
Ein spannender Politschmoeker
Auch dieser Scholl Latour ist die altbekannte Mischung aus Reiseschriftstellerei und politischer Analyse. Diesmal berichtet der Autor vom Suedrand der ehemaligen Sowjetunion, etwa dem Gebiet zwischen Kaukasus und Pamir. Wie sind die Machtverhaeltnisse und das allgemeine Bewusstsein in den neuentstandenen Republiken, dieser Frage versucht der Autor in Gespraechen mit Augenzeugen und Akteuren auf den Grund zu gehen. Kleine Ereignisse bieten dabei Anlass zu umfassenden geschichtlichen und religionsgeschichtlichen Reflexionen, auch zu Vergleichen mit anderen Schauplaetzen. Dabei vernachlaessigt Scholl Latour die genauere Analyse der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen wie immer in straeflicher Weise. In Tadschikistan und Usbekistan, wo ich schon seit ueber 10 Jahren arbeite, verdienen Lehrer und Aerzte etwa 30 Dollar im Monat. Die Alltagsprobleme sind so draengend, dass Politik, Religion und Kultur keine Rolle spielen. An die Stelle der Religion sind Rituale getreten, von denen keiner genau weiss woher sie kommen und die die Monotonie des Alltags noch erhoehen. Vor diesem Hintergrund scheint mir auch die Theorie einer wachsenden Reislamisierung, zumindestens in Zentralasien, zweifelhaft. Die Sowjets, so meine Beobachtung, haben den Islam so massiv unterdrueckt, dass er im Alltag faktisch keine Rolle mehr spielt. In diesem Kontext muss man auch fragen, ob die "Islamisten" Tadschikistans wirklich einen islamischen Staat wollten, wie Scholl Latour behauptet, oder ob es ihnen nur darum ging Pfruende und Einfluss fuer sich und den eigenen Klan zu sichern, etwa ein eintraegliches Ministerium. Dafuer spricht jedenfalls, dass seit der Verteilung von Macht und Geld Ruhe in Tadschikistan herrscht.
Der Verlierer der Region, so Scholl Latours plausible und zutreffende Analyse ist Russland. Es unterliegt dem demographische Druck der sich schnell vermehrenden Chinesen und turko/iranischen Voelker, verliert gegen Amerika im Wettlauf um geostrategische Vorteile und Rohstoffe und wird aufgerieben von den Befreiungskriegen im Kaukasus. Hin und wieder lockert Scholl Latour seinen Bericht mit Karl May Einlagen auf, etwa wenn er beschreibt, wie er im Kugelhagel Goethe zitiert. Im ganzen ist das Buch jedem zu empfehlen, der sich ein Bild von dieser etwas abgelegenen und vernachlaessigten Weltregion machen will und der auf spannende Art unterhalten werden will.
Hard reading, badly written but informative
Informative, written from a journalistic standpoint based on extensive travel in the central Asian republics. Unfortunately, Scholl-Latour should have provided more background information about the places and people he reports on. He assumes that we've all followed the news within the Asian republics as well as he has, so it's hard to keep track of all the names thrown around, and the views and positions that they represent. The book is written too much like a half-worked-over diary. The articles on Afghanistan were written just as the Taliban took over in 1995, so it's interesting to see (post 9/11) that he was right about the ignorant religious fanaticism of the Talibs. In any case, we in the west are excessively ignorant of the region and fundamentalist ideas that present the greatest threat to personal freedom. In the book, the author writes about several of the springs of Islamic fundamentalism: Afghanistan, Chechnya, and Iran, and also about Tadjikistan, Usbekistan, and Turkmenistan. Unfortunately, he does not inform us of the main sources of support for terrorism: Pakistan (where, as he points out, the Talibs were taught) and Saudi Arabia, which along with Pakistan provided both financial and moral support for the Taliban. But he does comment on the dangerously shortsighted US policy of that time: the CIA support of the Mujahedin against the Russians. Many of us have lived to regret that action, for the Russians would not have tolerated the presence of an Osama bin Laden in any of their regions. It was the Mujahedin, armed with American shoulder rockets, that shot down the Russian helicopters and turned the tide of the war. I still recall a news photo (late eighties?) of an tall, light-skinned American CIA operative sitting grinning on a hillside with a rocket launcher on his shoulder.

My wife gave me this book for Christmas, 2002. I found it to be hard reading, it did not hold my attention. I only picked it up again and started reading in earnest after reading "Drachenlaüfer", which is a novel but is far more informative about Afghanistan that what Scholl-Latour has written. One might also try journalistin Ã…sne Seierstad's "Bokhandleren i Kabul", which provides an account of her travels with The Northern Alliance, and more importantly an insider's picture of the lives of women in traditional Islamic society, a revelation that would have been inaccessible to a male journalist. I have not read her book yet.
Wo er recht hat, hat er recht!
Ein ausgezeichnetes Buch vom Großmeister des politischen Sachbuchs. Er beschreibt anschaulich das ethnische und religiöse "Durcheinander" (ist nicht abwertend gemeint!!)in den Ländern zwischen Pamir und Kaukasus. Natürlich schreibt er wertend und ist auch sehr von sich eingenommen, aber warum ihm akademische Orientalisten vorwerfen, er beschwöre Feindbilder, kann ich nicht nachvollziehen. Obwohl PSL keine Schönfärberei betreibt und deutlich formuliert - also auch für den Normalbürger verständlich schreibt -, sind seine Darstellungen meines Erachtens sehr ausgewogen. Hier wird eindrucksvoll geschildert, daß es DEN Islam nicht gibt, sondern daß in der islamischen Welt höchst unterschiedliche Strömungen anzutreffen sind. Und daß man sich nicht von einer mißverstandenen "political correctness" verbieten lassen kann, auf potentielle Konfliktherde hinzuweisen, haben ja die jüngsten Ereignisse eindrucksvoll gezeigt. Scholl-Latour hat damit wieder einmal mehr Realitätssinn bewiesen als seine Kritiker aus den Reihen der akademischen Orientalisten und Weltverbesserungsutopisten.

Books:

  1. Jäger in der Finsternis
  2. Ein Imperium verfällt. Ist die Weltmacht USA am Ende?
  3. Risse in der Großen Mauer
  4. Biowaffen. Die unsichtbare Gefahr.
  5. Verschwörung gegen den Papst. Die Hintergründe des Attentats auf Johannes Paul 2.
  6. Selbstmordattentäter. Warum Menschen zu lebenden Bomben werden.
  7. Todes-Flug UA 93
  8. Deckname Artischocke. Die geheimen Menschenversuche der CIA.
  9. Magnaten und Primaten. Über das Imponiergehabe der Reichen
  10. Weggefährten. Erinnerungen und Reflexionen.

Books

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