Customer Review:
Wundervoll
Mir ist schleierhaft, wie man "Sie schufen Amerika", besser bekannt als "Founding Brothers", als langweiliges Buch für Amerika-Spezialisten bezeichnen kann. Mit seiner anekdotischen Struktur setzt es sich angenehm von der Masse an mehrbändigen Präsidenten-Biographien ab und ist auch für den interessierten Neuling leicht verständlich - anderenfalls hätte das Buch wohl kaum den journalistisch angehauchten Pulitzer Preis gewonnen. Trotzdem ist es wissenschaftlich genug, um es in einem historischen Seminar lesen zu können (wie ich es getan habe). Dass "Sie schufen Amerika" keine Geschichte der Revolution ist, sollte aber jedem Käufer klar sein (wenn Sie danach suchen, sollten Sie die Gesamtdarstellungen zur amerikanischen Geschichte von Sautter oder Heideking lesen).
Ellis beschreibt in einzigartiger Art und Weise die sich gegenseitig beeinflussenden Charaktere der Gründergeneration. Dabei fließen immer wieder Aspekte der Zeit und des politischen Systems ein: Die Beschreibung des tödlichen Duells zwischen Hamilton und Burr liest sich wie eine spannende Geschichte und erklärt gleichzeitig den Ehrenkodex der frühen Republik. Die Rivalität zwischen Jefferson und Madison beschreibt die Unterschiede der damaligen "Parteien", der Federalists und Republicans. Am Beispiel Benjamin Franklins wird der Umgang der Gründerväter mit dem Thema Sklaverei beleuchtet. Nur Ellis' Liebling George Wasington throhnt über allem.
Zuletzt will ich jedem einigermaßen Sprachbegabten die englische Ausgabe "Founding Brothers" an Herz legen. Ellis' Stil ist exzellent und sehr angenehm zu lesen.
Gelungenes Porträt einer Generation
Geschichte kann langweilig sein. Gerade die Darstellung einer Vielzahl von Personen in einem Buch kann sehr ermüdend sein. Nicht so in diesem Buch von Ellis, das sich zu kaufen und zu lesen lohnt. Der Autor erzählt sechs Annekdoten aus dem Leben der Gründergeneration der USA und entwickelt aus ihnen ein Panorama, das nicht nur die handelnden Personen vorstellt, sondern auch die wichtigsten Debatten der Zeit erläutert. So wird dieses leicht zu lesene und zu verstehende Buch zu einer guten Einführung in den Kreis der Ahnherren der USA. Vorgestellt werden dabei u.a. George Washington, Benjamin Franklin, Thomas Jefferson, James Madison oder Alexander Hamilton.
Ein merkwürdiges Buch
Zugegeben,
das hatte ich nicht erwartet. Was hat man da nun vor sich? Einen Episodenroman oder eine "Geschichtsbuch"?
Trotz alle dem! Das Buch hat mir beim lesen viel Freude bereitet, auch wenn nicht alles leicht zu verstehen war. Die politischen Strömungen und deren Sorgen, Nöte und Ansprüche wurden deutlich und die handelnden Personen traten gut sichtbar in den Vordergrund.
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