Customer Review:
Unterschätzter Sprengsatz
Wer sich wundert, wieso die Kirchen bei so viel Staatsknete und Kirchensteuern dennoch Stellen abbaut und so tut, als wären sie arm wie die berüchtigten Kirchenmäuse, der sollte dieses Buch lesen. Danach wird er sich nicht nur wundern, sondern auch ärgern. Wußten Sie, dass für jeden Euro, den der Bürger der Kirche spendet, der Staat noch einen dazulegt? Auch deshalb ist Spenden einen feine Sache... für die Kirchen. Nur eines von vielen gut recherchierten Themen. Das hat alles nichts mit Glauben zu tun, dieses Buch beleuchtet das Geschäftsgebaren des "Bodenpersonals", und wir erfahren: Die reichsten Deutschen sind nicht die Aldi-Brüder, sondern die katholischen Bischöfe. Leider wird in diesem Buch nicht erörtert, wieso christliche Altenheime so teuer und schön sind, der Bau mit Staatsgeldern gefördert wird, die Kirche aber die vollen Einnahmen einsacken, aber das gehört zum Bereich Sondervermögen. Leute, kauft dieses Buch, euch werden die Augen übergehen.
Unbequeme Wahrheiten
Allein die Tatsache, hier das einzige kritische Werk in puncto Kirchenvermögen vor sich zu haben, spricht schon Bände. Neben all dem ungeheuerlichen Zahlengeklingel hilft es besonders als Argumentationshilfe, wenn z.B. der Pfarrer meint, er müsse den katholischen Kindergarten schließen, weil der böse Staat nicht genug Geld zuschießt (in Wahrheit bezahlt die KIrche nur 2% der laufenden Kosten und bekommt als Dank nach 30 Jahren das Gebäude geschenkt). Das ist genau die Art Aufklärung, die die Kirche nicht will, genau deshalb ist es notwendig, dieses Buch zu lesen. Wohlgemerkt: der Glaube an sich wird nicht in Frage gestellt, wohl aber die Allüren der geldgierigen Kirche.
Leider unvollständig
Das Buch ist gut gemeint. Aber hat schon mal jemand allen Ernstes überlegt, ob der von Frerk angenommene Kapitalwert des Kölner Domes wirklich erzielbar ist?? Und das ist nur ein Beispiel... Auch ist es ein Fehler, die Privateinlagen von Kunden kirchlicher Banken als Kirchenvermögen zu betrachten. Oder ist Herrn Frerks Kapitalanlage etwa ins Vermögen seiner Bank übergegangen? Herr Frerk würde sich dessen wohl verwahren.
Angesichts solcher und anderer hanebüchener "Tatsachen" kann ich nur den Kopf schütteln. Etwas mehr sachliche Recherche und weniger Polemik hätte dem Buch sicher gut getan.
Schade, guter Ansatz, schlechtes Ergebnis
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