Afghanistan, der Krieg und die neue Weltordnung

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Afghanistan, der Krieg und die neue Weltordnung


Authors: Winfried Wolf
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: April 2002
Publisher: Konkret Literatur Verlag
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Subjects - History - Asia - Afghanistan
Subjects - History - Asia - General

Customer Review:
Krieg um die Weltherrschaft
Der „Krieg gegen den Terrorismus" wird geführt, um die Zivilisation gegen islamistische Barbarei zu verteidigen. Diese Begründung der Regierungen für ihren Krieg gegen Afghanistan (und den geplanten Krieg gegen den Irak) widerlegt Winfried Wolf in seinem neuen Buch.
Zunächst zeigt Wolf, dass die westlichen Regierungen kein Problem mit Terrorismus haben - sofern er ihnen nützt. Der Terrorismus der saudi-arabischen Herrscherfamilie wird geduldet, weil das saudische Regime ein wichtiger Verbündeter des Westens im ölreichen Nahen Osten ist.
Selbst der Taliban-Terror in Afghanistan wurde jahrelang geduldet. Mehr noch: Die Taliban wurden von den USA mit aufgebaut.
Der „Krieg gegen den Terror" hat andere Gründe und wurde, das weist der Autor nach, schon vor dem 11. September geplant. Der Anschlag auf das World Trade Center lieferte nur den Vorwand.
Den wahren Grund nannte US-Vizepräsident Cheney in einem Bericht, den er im Sommer 2001 vorstellte: „Aus energiepolitischer Sicht erhält Afghanistan eine große Bedeutung auf grund seiner geographischen Lage als potentielle Transitroute für Öl- und Ergas-Transporte aus Zentralasien hin zum Arabischen Meer."
In Zentralasien lagern die zweitgrößten Öl- und Ergasvorräte der Welt. Das Problem für die USA: In der Region kämpfen Russland, China und Iran um Macht. Alle drei sehen die USA als ihre Feinde. Die Taliban, die erfolgreich gegen die Russen kämpften, sollten es den USA ermöglichen, in der Region Fuss zu fassen. Doch im Sommer 2001 konnte Russland wieder an Einfluss gewinnen.
Die USA entschlossen sich, nun andere Mittel zu ergreifen. Der Anschlag am 11. September ermöglichte das: Beseitigung des instabilen und unzuverlässigen Taliban-Regimes und der Aufbau von US-Militärbasen in Zentralasien. Ergebnis: Der Iran ist eingekreist, Chinas Zugang nach Westen abgeschnitten und das bisherige russische Monopol über die Öl-Transportwege gebrochen.
Winfried Wolf Fazit: Der „Krieg gegen den Terror" ist ein Krieg um Macht über die ölreichsten Regionen der Welt. Konkurrenz auf dem Weltmarkt und Krieg sind also untrennbar miteinander verbunden.
Im letzten Abschnitt plädiert Wolf dafür, dass Globalisierungskritiker, die Friedensbewegung und Gewerkschaften zusammen gegen den Krieg kämpfen müssen.
Kampf um Öl und Weltherrschaft
Angeblich wird der "Krieg gegen den Terrorismus" geführt, um die Zivilisation gegen islamistische Verbrecher zu verteidigen. Diese Begründung der Regierungen für ihren Krieg gegen Afghanistan und den geplanten Krieg gegen Irak widerlegt Winfried Wolf in seinem neuen Buch.
In drei übersichtlich gegliederten Teilen beschreibt er die Hintergründe des "Anti-Terror"-Feldzuges, die deutsche Beteiligung und Strategien linken Widerstands.
Zunächst zeigt Wolf, dass die westlichen Regierungen Terrorismus unterstützen - wenn er ihnen nützt. Der Terrorismus der saudi-arabischen Herrscherfamilie wird geduldet, weil das saudische Regime ein Verbündeter des Westens im ölreichen Nahen Osten ist. Selbst der Taliban-Terror in Afghanistan wurde jahrelang geduldet. Die Taliban wurden von den USA mit aufgebaut.
Der "Krieg gegen den Terror" wurde, das weist der Autor nach, schon vor dem 11. September geplant. Der Anschlag auf das World Trade Center lieferte nur den Vorwand.
Den wahren Grund nannte US-Vizepräsident Cheney in einem Bericht, den er im Sommer 2001 vorstellte: "Aus energiepolitischer Sicht erhält Afghanistan eine große Bedeutung aufgrund seiner geographischen Lage als potentielle Transitroute für Öl- und Erdgas-Transporte aus Zentralasien hin zum Arabischen Meer." US-Präsident Bush formulierte es im Oktober letzten Jahres so: "Teil unseres Krieges ist auch, sicherzustellen, dass unsere Wirtschaft weiter wächst."
In Zentralasien lagern die zweitgrößten Öl- und Erdgasvorräte der Welt. Doch außer den USA kämpfen in der Region auch Russland, China und Iran um Macht. Der Krieg in Afghanistan ermöglichte den USA den Aufbau von Militärbasen in Zentralasien. Dadurch gelang es der Supermacht, Iran einzukreisen, China den Zugang nach Westen abzuschneiden und das russische Monopol über die Öl-Transportwege zu schwächen.
Winfried Wolfs Fazit lautet: Der "Krieg gegen den Terror" ist ein Kampf um Öl und damit um die Weltherrschaft. Die Ursachen von Kriegen liegen im Kapitalismus: In einer Gesellschaft "deren innere Triebkraft nicht menschliche Bedürfnisse und Wünsche sind, sondern ausschließlich der Profit" ist.
Im letzten Abschnitt plädiert Wolf dafür, dass Globalisierungskritiker, die Friedensbewegung und Gewerkschaften zusammen gegen die Kriegstreiber kämpfen müssen. Winfried Wolfs Buch ist ein echter Augenöffner - unbedingt lesen.

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  1. ' RAF. Das war für uns Befreiung'
  2. Sturzflug in die Krise
  3. Die Geschichte der RAF
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  5. Djihad und Judenhaß. Über den neuen antijüdischen Krieg.
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