Customer Review:
ein interdisziplinäres Muss für alle Kulturwissenschaftler
theoretisch umfassend, begrifflich präzise, weist dieses Buch auf das breite Spektrum der Forschbarkeit zum Körper hin. auf widersprüchliche Ansätze (z.B. konträre Formen einer "historischen Anthropologie") wird ausführlich eingegangen, ebenso auf den Scheinwiderspruch von Essentialismus und Konstruktivismus (hätte allerdings ruhig deutlicher ausfallen dürfen)
überzeugend die intelligente Aufteilung des Buches in einen theoretischen und einen forschungsthematischen Teil quer durch die Epochen und Fächer(hätte gern noch ausführlicher sein dürfen)
Ich hoffe auf eine aktualisierte Neuauflage, sollte dieses Buch demnächst vergriffen sein. Die Schwemme an Körperforschung macht ein "Dranbleiben" unabdingbar, vielleicht könnte man dazu Aktualisierungen im INternet in die Buchform einbinden.
Als Studieneinführung für alle Fächer sehr zu empfehlen.
bahnbrechend und absolut informativ
Der wohl bislang einzige Überblick über die interdisziplinären Aktivitäten auf dem Gebiet. Ein Muss! nicht nur für alle Geisteswissenschaftler. Hier werden hochkomplexe methodische Ansätze knapp und kontrastierend zusammengefasst. Damit bietet das Buch eine hilfreiche Orientierung im Dschungel der Theorien.
Obwohl in erster Linie auf die Geschichte zugeschnitten, sind gerade auch Literaturwissenschaftler aber auch alle Kulturwissenschaftler angesprochen, die vernetzter denken möchten. Das Buch setzt gewisse Lesefähigkeiten voraus, ohne in Fremdwörtersalat abzudriften oder zu schwammig zu werden, wie dies gerne geschieht, wenn Themen zu komplex werden.
Die erste Hälfte ist sehr theorielastig, aber sauber strukturiert und klar in der Sprache, ohne zu trocken zu sein.
In der zweiten geht es dann durch die Epochen und es wird ein Überblick über die historische Forschung zum Thema gegeben.
Die Literaturliste im Anhang ist überwätigend. Leider verhindert die thematische Einordnungen in die Gliederung ein schnelles Auffinden (weil mehrfach alfabetisch sortiert), dafür weiss man aber bei der unkonvetionellen Suche, sofort, welche Abt. man übersspringen kann. Die Quellenbeispiele sind teils ganz witzig zu lesen und auch irritierend. Überraschend, dass z.B. jüdische Sprotfunktionäre um die Jahrhundertwende selbst von einem "jüdischen Körper" überzeugt waren.
Insgesamt super gelungen!!! Praktisch verwendbar, weil geeignet zur selektiven Suche und lohnt doch komplette Lektüre!
vielschichtig, umfassend und sauber strukturiert
Absolut empfehlenswerte Seminarlektüre!!! Grundlegende Übersicht für alle die sich für Kulturgeschichte, Philosophie oder gerade die Bioethikdebatten interessieren. Körper spielt eben immer eine Rolle, meist wird diese übersehen, gerade in Zeiten des share holder value.
Für Studienanfänger vielleicht im ersten Teil ein bischen viel Theorie, die aber gerade zur Vertiefung in einzelnde Denkrichtungen animiert (für die Vorbereitung von Referaten und Seminararbeiten ideal). Ist zwar in erster Linie an Historiker gerichtet, aber weil interdisziplinär angelegt, sehr gut brauchbar auch für andere Fächer, in denen es um Körpervorstellungen geht (Psychologie, Medizin, Literatur- und Theaterwissenschaften...) und denen Grundkenntnisse der Denkweisen des anderen Faches fehlen.
Besonders praktisch, die über 1000. Titel lange thematische Bibliographie, spart lange Recherchen.
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