Masken für ein Massaker. Der manipulierte Krieg: Spurensuche auf dem Balkan

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Authors: Paolo Rumiz
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: März 2000
Publisher: Kunstmann
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Customer Review:
Glaubwürdig und spannend
Es ist richtig, zusätzlich zur Zeittafel wäre ein Anhang mit Zahlen und Daten sinnvoll gewesen, welche die Thesen des Autors untermauern. Dennoch wirken die persönlichen Schlussfolgerungen, die Rumiz aus seinen Recherchen in Jugoslawien gezogen hat glaubwürdig, vielleicht sogar glaubwürdiger als scheinbar objektive Zahlen, die doch wieder alles oder nichts aussagen können.

Die Argumentation ist sehr reflektiert, nachvollziehbar und mit vielen Zitaten illustriert. Die Thesen vom Konflikt zwischen traditionell-nationalistischer Landbevölkerung und dem urbanen "Melting Pot", sowie der tragenden Rolle mafiotischer Strukturen finden sich auch in anderen lesenswerten Erfahrungsberichten wieder, wie das preisgekrönte Buch von Matthew Collins: "This is Serbia Calling" über den Oppositionssender B92 in Belgrad oder Christopher Merrill's "Only the Nails Remain".

Manche Vermutungen Rumiz', was das Handeln oder Nicht-Handeln der europäischen Länder und der USA angeht, waren mir allerdings zu spekulativ und die Belege dafür zu knapp geraden.

Aber verbietet es sich bei solchen Schilderungen, die immer subjektiv sein müssen, nicht von selbst, bei einem Mosaikstein stehen zu bleiben?
Interessante These über Kriegsgründe auf dem Balkan
Herr Rumiz stellt eine sehr interessante These über die Entstehung und die Ursachen der Kriege auf dem Balkan auf. Leider wurde versäumt diese These mit Fakten, Zahlenmaterial und "nachprüfbaren Informationen" zu untermauern. Das Buch vermittelt den Eindruck, dass nicht mal der Versuch unternommen wurde bzw. vom Autor garnicht gewollt (gekonnt?) ist, die Vorgänge auf dem Balkan sachlich und präzise zu durchleuchten. Das einschneidende Erlebnis für den Autor ist seine eigene Täuschung durch das "Massaker" von Temesvar. Als Konsequenz aus dieser Einsicht hätte folgen müssen, dass der Autor umso sensibler auf solche oder ähnliche Manipulationen reagiert. Das was jedoch folgt, sind vom Autor persönlich erlebte "Stimmunge" etc. die als Gründe und Ursachen der Kriege auf dem Balkan gedeutet werden. Die von Hr. Rumiz angebotenen "Beweise" für seine These ("Krieg Dorf vs. Stadt") sind nicht aussagekräftig, seine eigene These wird keiner kritischen Prüfung unterzogen.

Fazit: Wenn als Wertung NULL Sterne hätten vergeben werden können, dieses Buch wäre ein Beispiel für einen solche Wertung.

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