Warten auf die Sintflut

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Warten auf die Sintflut


Authors: Mathew D. Rose
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: September 2004
Publisher: Transit Buchverlag
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Customer Review:
Von Medien und Handel in Berlin-Brandenburg boykottiert!
Mutig und schonungslos analysiert Mathew D. Rose Denk-und Handlungsstrukturen der herrschenden politischen Kaste.
An konkreten Beispielen macht Mathew D. Rose deutlich, dass von den Machthabern geschaffene komplizierte politische und ökonomische Strukturen das Land ausbluten lassen und die Demokratie vergewaltigen, dass Politik zum Lebensunterhalt und zur Bereicherung betrieben wird und wie wenige Parteisoldaten immer mehr in die eigene Tasche wirtschaften.
Er nennt die Namen und die Aktivitäten der Halunken, die sich als Gutmenschen mit sonntäglichen Kolumnen in Berliner Tageszeitungen präsentieren oder sich schon wieder auf vorderen Listenplätzen ihrer Parteien zur Bundestagswahl befinden.
Damit ist auch klar, dass das Thema des Buches kein ausschliessliches Berliner Problem behandelt, sondern diese als Berliner Filz bekannt gewordene Klüngelwirtschaft symptomatisch für die Probleme der Bundesrepublik ist.
Treffend resümiert Mathew D. Rose: "Auch die Diskussionen um den Flughafen Schönefeld zeugen von einer gewissen Realitätsferne. Das Land ist finanziell hoffnungslos verschuldet, will trotzdem einen neuen, teuren Flughafen bauen, wofür es aus gutem Grund keinen Privatinvestor gibt. Berlin teilt zwar die Kosten mit dem Bund und dem Land Brandenburg, Milliarden wird es trotzdem aufbringen müssen......Bei dem Bau eines solchen Flughafens geht es auch um Millionen für Beraterverträge und hochdotierte Posten, die Berlins politischer Klasse zufallen werden. Das wird voraussichtlich für lange Zeit die letzte große Einnahmequelle sein".
Mathew D. Rose zeigt am Berliner Beispiel, woran unser Gesellschaftssystem krankt und niedergeht.Das Buch liest sich spannend wie ein Krimi und zeigt, dass die Realität noch viel schlimmer ist, als es sich die Phantasie ausmalen kann.
"Warten auf die Sintflut" hat das Zeug zum Bestseller, wenn es durch Handel und Medien nicht boykottiert und von uns allen gekauft, statt als Geheimtip von Hand zu Hand gegeben werden würde.
Alles was wir heute über politische Misswirtschaft und Bereicherung in Berlin-Brandenburg wissen, wie Baufeld-Ost, Landesentwicklungsgesellschaften, Wohnungsbaugenossenschaften, Berliner Banken-Skandal verdanken wir dem mutigen Journalisten Mathew D. Rose.
Uns allen ist zu wünschen, dass das Buch trotz des Boykotts Verkaufserfolge erzielt, die den Ausnahmejournalisten Rose motivieren und in die Lage versetzen, seine für unsere Gesellschaft so wichtigen investigativen Recherchen fortzusetzen und uns die Augen zu öffnen. Wir können ihm dabei helfen.
Das Dilemma unserer politischen Gegenwart
Der Titel des Buches von Mathew D. Rose (Transit Verlag 2004) hätte auch lauten können „Nach uns die Sintflut". Schon wieder ist es dem Autor von „Berlin - Hauptstadt von Filz und Korruption" gelungen, die unglaublichen Skandale der Berliner Politik im Detail bewiesen ans Licht der Öffentlichkeit zu zerren. Eingeschränkt allerdings auf die Öffentlichkeit, die seine Bücher liest. Nichts davon in Berliner oder Brandenburger Medien. Darum schreibt Rose auch ein konsequentes Urteil über den hier praktizierten Journalismus:
„....Immer mehr Journalisten findet man als Pressesprecher bei Senatoren oder Unternehmen. Das bedeutet für die früheren Journalisten immense Gehaltssprünge und andere finanzielle Vorteile. Bloß, bei jedem Bericht oder Artikel müssen die Berliner sich jetzt die Frage stellen: War das nun eine objektive Darstellung oder bewirbt sich ein Journalist gerade um eine Position auf der anderen Seite der Barrikade? Bei meinen Recherchen war ich erstaunt, wie schlecht der Informationsstand zum Thema Berliner-Schulden in den Medien - vor allem in den Berliner Medien - ist. Es ist kein Wunder, dass die Bürger Berlins das Thema nicht annähernd begreifen. Wie denn auch? Die Regierung betreibt eine systematische Desinformations-Kampagne, und die Medien benutzt sie dafür als Transmissionsriemen".
Ein vernichtendes Urteil des amerikanischen Journalisten über den Filz von Politik und Medien. Die mediale Schweigespirale zu seinen Recherchen über Versagen, Klüngelwirtschaft, Korruption, Parteienfilz und Großmannssucht ist so ein schlagender Beweis für seine Erkenntnis. Georg Jacobs (Manager Magazin) schreibt dann zu dem neuesten Buch über die Berliner Skandale:" Was Rose in seinem sehr lesenswerten Buch zusammengetragen hat, lässt selbst den Kundigen erschaudern". Nils Kreismeier von der Süddeutschen Zeitung findet noch drastischer Worte zur Recherche von Rose: „Die Geschichte, die er erzählt, handelt von krimineller Gier und Unfähigkeit, von einer selbsternannten Elite, die im Sumpf der Nachwendezeit schier unvorstellbare Summen in die eigene Tasche abzweigte. Und sie handelt von einer politischen Verantwortungslosigkeit, die nur möglich ist, wenn es nicht um privates Kapital, sondern um das Geld der Steuerzahler geht".
In Nachwort seines Buches schreibt Rose dann Bemerkenswertes über das Irrsinnsprojekt „Neubau von Schönefeld zum Großflughafen":
„Auch die Diskussionen um den Flughafen Schönefeld zeugen von einer gewissen Realitätsferne. Das Land ist finanziell hoffnungslos verschuldet, will trotzdem einen neuen, teuren Flughafen bauen, wofür es aus gutem Grund keinen Privatinvestor gibt. Berlin teilt zwar die Kosten mit dem Bund und dem Land Brandenburg, Milliarden wird es trotzdem aufbringen müssen......Bei dem Bau eines solchen Flughafens geht es auch um Millionen für Beraterverträge und hochdotierte Posten, die Berlins politischer Klasse zufallen werden. Das wird voraussichtlich für lange Zeit die letzte große Einnahmequelle sein".
Stellen Sie sich selbst die Frage ob Sie je in Berliner Medien ein auch nur ähnlich vernichtendes Urteil über die Pläne von Wowereit, Diepgen, den politischen Parteien und Abgeordneten gelesen haben. Kommen Sie nicht auch zu der Erkenntnis, dass Medien, die an den Wünschen der Politik lang schreiben ihre Leser verdummen und durch Schweigen und Hofberichterstattung zum Bestandteil des Berliner Politfilzes geworden sind. Muss ein amerikanischer Journalist kommen, um seinen Berufskollegen den Spiegel vorzuhalten?
Wer die Bücher von Mathew D.Rose iest kann sich als informiert über Filz, Korruption und Unfähigkeit der Berliner Politik bezeichnen. Wer auf die Lektüre verzichtet, bleibt so wie die Politik und die liebedienerischen Medien es wollen: urteilsunfähig, dumm gehalten und manipulierbar.

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