Zukunft sozial: Wegweiser zu mehr Gerechtigkeit

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Zukunft sozial: Wegweiser zu mehr Gerechtigkeit


Authors: Stephan Hebel, Wolfgang Kessler
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: Juni 2004
Publisher: Publik-Forum
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Customer Review:
Es gibt Alternativen
„Wer Alternativen sucht, wird sie finden: In diesem Buch zweier Zeitungen", steht auf der Rückseite von „Zukunft sozial: Wegweiser zu mehr Gerechtigkeit". Diese Behauptung ist lange nicht so kühn, wie es auf den ersten Blick scheint. Den Herausgebern geht es schließlich nicht um die eine, die richtige, die ultimative Lösung, sondern um eine ganze Reihe von möglichen Alternativen zur neoliberalen Marktwirtschaft.
Allein die Steuerprojekte sind vielfältig. Gemeinsam haben sie alle eins, sie wollen überschaubarer und gerechter sein als das bisherige System. Und natürlich auch die Reichen in die Pflicht nehmen. Dabei fordert niemand die supereinfache Steuererklärung. „Bierdeckel sind für Biergläser da", stellt Heide Simonis trocken fest. Richtig! Und ihre Vorschläge würden allemal zu mehr Gerechtigkeit führen. Zumindest als Diskussionsgrundlage würden sie den „Bierdeckelforderungen" der Liberalen etwas entgegensetzen. „Warum kümmert das die Bundesregierung so gar nicht", fragt sich die unbefangene Leserin. Auch Heiner Geisler von der Union gelingt es, die Leser zu verblüffen. Er erklärt, dass Jesus heute mit Attac sympathisieren würde - wahrscheinlich hat er recht, aber warum verweigert er Jesus die fromme Nachfolge?
Steuern sind zwar die Grundlagen von Politik - ohne Geld ist jede Regierung handlungsunfähig - aber sie sind lange nicht das einzige Instrument. „Zwischen Nichtstun und Sozialabbau ist viel Platz für Alternativen", auch das ist ein Zitat vom Klappentext. Was man alles tun kann, wenn wieder Geld da ist, beschreiben eine ganze Reihe von Autoren. Außerhalb der Marktwirtschaft, in Erziehung, Pflege, Kultur zum Beispiel, gibt es so viel zu tun, was sich jetzt keiner leisten kann. Warum sollen solche Arbeiten nicht über eine Grundsicherung finanziert werden?
Utopisch ist das alles nicht. Ein Blick über die Grenzen genügt und man kann die meisten Vorschläge verwirklicht sehen. In Skandinavien ist die Arbeitslosigkeit niedrig und Dänemark hat sogar einen Etatüberschuss. Österreich bietet eine gerechte und bezahlbare Krankenversicherung und die Schweiz eine ebensolche Altersvorsorge. Sogar von Amerika könnten wir etwas lernen. Dort wurde ausgerechnet in der Reagan-Ära eine Mindeststeuer eingeführt. Das hat dazu geführt, dass im Jahr 2000 DaimlerChrysler in Deutschland 100 Millionen Euro an Steuern zurückerhalten hat, während die Firma in den USA trotz niedrigerer Gewinne rund 600 Millionen Euro zahlen musste.
„Wer Alternativen sucht, wird sie finden: In diesem Buch zweier Zeitungen, die das Ziel der Gerechtigkeit nicht dem entfesselten Markt opfern wollen". Dieses Versprechen ist tatsächlich nicht zu vollmundig. Der eine oder andere Artikel mag langweilig oder gar zu fachchinesisch geschrieben sein. Aber diese Statements kann man ohne inhaltlichen Verlust überblättern. Es ist nur ein verschwinden geringer Anteil. Ansonsten bietet dieses Buch viele Alternativen, die es angeblich nicht gibt und viel Argumentationshilfe.

Books:

  1. ABC des Anarchismus
  2. Geschlecht und Charakter. Sonderausgabe. Eine prinzipielle Untersuchung
  3. Diplomat am Rande der Weltpolitik
  4. Amerika, Gott und die Welt. George W. Bushs Außenpolitik auf christlich-rechter Basis
  5. Lob der Kritik. Warum die Demokratie nicht auf ihren Kern verzichten darf
  6. Der Nationalstaat: überlebt und unentbehrlich.
  7. Helmut Kohl, die Macht und das Geld
  8. Nicaragua. Ometepe - mi Amor. Vom Reichtum der Armen
  9. Getrennte Welten. Israelische und palästinensische Lebensgeschichten
  10. Verwurzelt im Land der Olivenbäume. Eine Palästinenserin im Streit für den Frieden

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