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Achtung! Keine Bettlektüre!
Dieser Aufsatzband bietet ungewohnte Einblicke in das Thema des Mordens im Krieg und die(Un)fähigkeit darüber zu reden. Auch lange unbeachtet gebliebene Akteure in modernen Kriegen, wie z.B. die Kriegsreporter, werden mit einbezogen. Es geht hier nicht nur um die mediale Darstellung des Krieges sondern auch um die Rolle der Reporter Vor-Ort.
Die hier versammelten Aufsätze ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit dem heutigen Töten und Sterben, an das wir uns fast schon wieder gewöhnt haben. Nicht nur Wissenschaftler sollten zu diesem Buch greifen!
Der Band vereinigt Aufsätze von Historikern, Soziologen, Literaturwissenschaftler, Politologen, Psychologen, eines amerikanischen Offiziers und eines früheren Kriegsberichterstatters zum Thema Töten. Selten wurde das Thema von allen Seiten so ausgeleuchtet. Während der Beitrag des amerikanischen Militärwissenschaftlers Dave Grossman darstellt, wie schwer die Tötungshemmung selbst im Krieg zu überwinden ist (was ich so noch nie gelesen habe!), beschreiben Historiker wie der in Chicago lehrende Michael Geyer wie das Töten im Zweiten Weltkrieg industriellen Charakter annahm. Auch die rechtlichen und psychologischen Folgen des massenhaften Tötens werden benannt.
Es finden sich auch Themen, die erst seit wenigen Jahren wissenschaftlich untersucht werden, wie sexuelle Gewalt in Kriegen und vor allem die mediale Darstellung des Tötens bzw. die Konsequenzen dieser Arbeit für die Kriegsreporter in einer "Kultur des Todes", wie sie Annette Jander und Winfried Scharlau schildern.
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