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Was vom Mythos übrig blieb...
Regina Leßners Feature über Ulrike Meinhof ist mehr als hörenswert! Denn sie lässt dadurch, dass sie Menschen aus dem Umfeld der Journalistin und Terroristin zu Wort kommen ließ, dem etwas kruden Mythos der "guten Terroristin" keine Chance.
Was hat Ulrike Meinhof bewegt, wieso ging sie den Weg von der Vorzeigedenkerin der sozialistischen Linken in die Illegalität?
Darauf versuchen Menschen, die ihr nahestanden, Antworten zu finden.
Hochinteressant ist vorallem die schonungslose Sichtweise der Tochter Bettina Röhl, die durch ihre Offenheit wenig vom Faszinosum Ulrike Meinhof übriglässt. Stefan Aust, der als Jung-Journalist Ulrike Meinhof schätzte und immer wieder über sie geschrieben hat, findet sehr differenzierte Worte über die Zerrissenheit und Verzweiflung, die Radikalität im Denken und den unheilvollen Sog, dem sie wohl ausgeliefert war.
Ihren in sich jedoch konsequenten Weg zeichnet Regina Leßner nach, ohne selbst Stellung zu beziehen. Daraus entsteht ein vielschichtiges Bild, dass der eigenen Interpretation viel Raum lässt!
normaler mensch???
durch die erzählungen der verschiedenen personen, die die unterschiedlichsten beziehungen zu ulrike meinhof hatten entsteht ein "relativ objektiver" bericht über diese person. erschreckend was ein "normaler mensch" für eine angemessene reaktion auf das politische geschehen halten kann.
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