Customer Review:
Leben um zu leben
Edgar Morin: Heimatland Erde; Versuch einer planetarischen Politik
Einer der großen französischen Denker der Nachkriegszeit, der Soziologe und emeritierte Direktor eines wissenschaftlichen Forschungszentrums, Edgar Morin, fordert in diesem Buch eine radikale Wende in unserer Einstellung zur Welt ebenso wie einen Qualitätssprung vom Menschengeschlecht zu verwirklichter Menschheit. In einem atemberaubenden Bogen von der Menschwerdung bis zu den brennendsten Problemen der Gegenwart gelingt es ihm in einem interdisziplinären Diskurs, vorrangig auf anthropologischer, philosophischer, soziologischer und politischer Ebene, dem Leser die Gefahr eindimensionalen Denkens und die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Erfassens und Begreifens zu vermitteln.
Morin schildert die Irrwege neuzeitlicher Entwicklung, die Kränkungen der Menschheit durch Kopernikus, Darwin und Freud, beklagt die Verwestlichung der Welt und den Totalitarismus des 20. Jahrhunderts. Überzeugend seine These von der „ständigen Steigerung des Lebensstandards bei gleichzeitiger Einbuße an Lebensqualität"! Lebensfeindliche Städte sind ebenso sein Beweis wie das durch Monokulturen zerstörte und Abwanderung entvölkerte Land. Er beklagt die Ökonomisierung aller Lebensbereiche und die in Auflösung begriffene Gemeinschaft, die dem Menschen keine Heimat bieten kann. Die Kurzfristigkeit politischer Entscheidungen wird ebenso angeprangert wie der Verlust an Poesie in einer auf scheinbare Rationalität setzende Welt.
Weitsichtig nimmt Morin die Einseitigkeit der Globalisierung auf ökonomischer Ebene aufs Korn und fordert kulturelle Offenheit ein.
Die Herrschaft der „Ökonokraten", Technokraten und Bürokraten bedrohen Autonomie und Demokratie weltweit.
Kern seines Appells ist die Zurichtung von Politik auf die wirklichen Bedürfnisse des Menschen, eine Ökologisierung im umfassenden Sinn, die nicht länger die Lösung der großen Probleme den Betroffenen überlässt.
In berührender Weise schließt Morin den Kreis , indem er den Sinn allen Strebens in einem „Leben um zu leben" auflöst.
Noch ein Hinweis: Die Übersetzung aus dem Französischen ist geglückt
hat zukunft
Edgar Morin: Heimatland Erde; Versuch einer planetarischen Politik
Einer der großen französischen Denker der Nachkriegszeit, der Soziologe und emeritierte Direktor eines wissenschaftlichen Forschungszentrums, Edgar Morin, fordert in diesem Buch eine radikale Wende in unserer Einstellung zur Welt ebenso wie einen Qualitätssprung vom Menschengeschlecht zu verwirklichter Menschheit. In einem atemberaubenden Bogen von der Menschwerdung bis zu den brennendsten Problemen der Gegenwart gelingt es ihm in einem interdisziplinären Diskurs, vorrangig auf anthropologischer, philosophischer, soziologischer und politischer Ebene, dem Leser die Gefahr eindimensionalen Denkens und die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Erfassens und Begreifens zu vermitteln.
Morin schildert die Irrwege neuzeitlicher Entwicklung, die Kränkungen der Menschheit durch Kopernikus, Darwin und Freud, beklagt die Verwestlichung der Welt und den Totalitarismus des 20. Jahrhunderts. Überzeugend seine These von der „ständigen Steigerung des Lebensstandards bei gleichzeitiger Einbuße an Lebensqualität"! Lebensfeindliche Städte sind ebenso sein Beweis wie das durch Monokulturen zerstörte und Abwanderung entvölkerte Land. Er beklagt die Ökonomisierung aller Lebensbereiche und die in Auflösung begriffene Gemeinschaft, die dem Menschen keine Heimat bieten kann. Die Kurzfristigkeit politischer Entscheidungen wird ebenso angeprangert wie der Verlust an Poesie in einer auf scheinbare Rationalität setzende Welt.
Weitsichtig nimmt Morin die Einseitigkeit der Globalisierung auf ökonomischer Ebene aufs Korn und fordert kulturelle Offenheit ein.
Die Herrschaft der „Ökonokraten", Technokraten und Bürokraten bedrohen Autonomie und Demokratie weltweit.
Kern seines Appells ist die Zurichtung von Politik auf die wirklichen Bedürfnisse des Menschen, eine Ökologisierung im umfassenden Sinn, die nicht länger die Lösung der großen Probleme den Betroffenen überlässt.
In berührender Weise schließt Morin den Kreis , indem er den Sinn allen Strebens in einem „Leben um zu leben" auflöst.
Noch ein Hinweis: Die Übersetzung aus dem Französischen ist geglückt
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