Customer Review:
Tiefgründig, Hochpolitisch und Spirituell
Andere mögen sich über zuviele Bindestriche oder die Anmerkungen des Autors bei Zitaten von D.H. stören (in der ersten und teilweise noch in der 2. Auflage). Ich habe das Buch in der aktuellen 4. Auflage als Paperback für 13,50 gelesen.
Neben dem starken Vorwort des Geigenvirtuosen Yehudi Menuhin und dem aufschlussreichen Nachwort von UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat das Buch durch inhaltliche und stilist. Überarbeitung enorm gewonnen. Es ist sehr gut recherchiert und top spannend geschrieben (Thriller). Bei 40 historischen Archiv-Fotos kann man auch nicht meckern. Der Mord an D.H. durch westliche Geheimdienste wurde gut dokumentiert. Gegen Ende gewinnt das Buch an spiritueller Tiefe und Dimension und wird damit so manchen Leser überfordern und verschrecken. Habe die 4. Auflage zum 100. Geb. von D.H. (1905-2005) für eine Ztg. rezensiert.
Gesamturteil: Empfehlenswert.
Fazinierend, Interessant, Problematisch
Es ist den Autor gelungen sehr viele Aspekte aus dem Leben Hammarskjölds auf gut 250 Seiten zu konzentrieren. Das Buch ist interessant aber nicht unproblematisch:
- zwar hat der Autor ausführliche Recherchereisen unternommen, versäumt aber systematisch die Ergebnisse auszuwerten.
- viele Zitaten aus Vägmarken sind hilfreich aber die ab und zu sehr freie Übersetzungen durch den Autor sind nicht sehr objektiv wie auch die Anmerkungen des Autors in diesen Zitaten nur subjektive Gedanken sind und nicht fundierte Erklärungen.
- fast alles im Leben Hammarskjöld wird mit eine quasi-religiöse Argumentationskette erklärt. Politische Sachzwänge werden vernachlässigt und / oder als meta-religiöse Ereignisse dargestellt was schwierig nachvollziehbar ist.
- Aufbau und Schreibstill sind chaotisch und von "esotherik-slang" durchzogen.
Fazit: Trotz signifikanten methodologischen Fehler und andere Schwächen ein hochinteressantes, spannendes und lesenswertes Buch.
Naja
Wer hier eine ernsthafte Biographie erwartet, hat sich getäuscht. Der Autor entwirrt eher seine rein subjektiven Ansichten darüber, wie Hammarsjkölds Leben gesehen werden könnte und geht mit einer exzentrischen Bindestrich-Schreibweise auf die Nerven. Was daran so irre interessant sein soll, ob nun Hammarsjköld Freimaurer war oder nicht, mag dahinstehen. Glücklicherweise gibt es zu Hammarsjköld noch genug andere Sachen, so dass man auf diesen pseudo-esoterischen Versuch nicht angewiesen ist, um sein ethisches Handeln als Generalsekretär kennenzulernen und zu verstehen.
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