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Sicherheitspolitik zu Beginn des 21. Jahrhunderts
In dieser Aufsatzsammlung wird versucht, durch eine erste Grobgliederung in Konzeptionen, Akteure, Organisation und Regionen - diese Stichpunkte bilden dann auch die vier Kapitel des Buches - das Thema Sicherheitspolitik unter verschiedenen Gesichtspunkten zu betrachten.
Der gebürtige Iraner Mir Ferdowsi ist tätig an der Ludwig-Maximilian-Universität München und hält dort im Rahmen des Geschwister Scholl Institutes (GSI) Seminare zu Themen wie „Global Governance: Theoretische Grundlagen und praktische Probleme des Konzepts "Weltregieren ohne Weltregierung"" oder „Deutsche Außen- und Sicherheitspolitik seit Beginn der 90er Jahre". Dass ein Schwerpunkt seiner Arbeiten auch auf dem Gebiet der Entwicklungsländerforschung liegt, wird dadurch deutlich, dass er zudem Leiter der Forschungsstelle Dritte Welt am GSI in München ist.
Renomierte Autoren wie Werner Link, emeritierter Professor für Politikwissenschaft an der Universität zu Köln, Franz Nuscheler,Professor für Internationale Politik an der Universität Duisburg-Essen, mit Schwerpunkt Entwicklungspolitik und Vergleichende Politik, Peter J. Optitz,wie Ferdowsi ebenfalls am GSI in München tätig und Professor für Politische Wissenschaft an der LMU (seit April 2003 im Ruhestand), und Harald Müller, Geschäftsführendes Mitglied des Vorstands der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) mit dem Fachgebiet Rüstungskontrolle und Abrüstung, lieferten außerordentliche Beiträge zu diesem Themenkomplex.
Abschließend bleibt zu sagen, dass diese Aufatzsammlung der Landeszentrale jedem interessierten Leser nur ans Herz gelegt werden kann, man sich aber darüber im klaren sein muss, dass sie kein umfassendes Wissen vermittelt und man nicht in die Tiefe der Materie eingeführt wird. Ebenso sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, um des bessern Verständnis willen auch mal die Verweise auf andere Publikationen nachzuvollziehen.
Zwei kleine Schönheitsfehler sind, neben der stellenweise zu starken Betonung der persönlichen Präferenzen der Autoren, zum einen ein fehlendes Stichwortverzeichnis, das aus dem Buch auch ein gutes Nachschlagewerk zum auffrischen von Information machen würde. Und zum andern wäre im Kapitel Regionen eine Kartenübersicht wünschenswert, die einen Einblick in die Region vermittelt.
Über das Preis-Leistungsverhältnis lässt sich nur sagen dass sich die Anschaffung auf alle Fälle lohnt bei dem Preis von 25 - 30 ¬, der durchaus vertretbar ist bei der Qualität der Arbeiten.
Bei einer Neuauflage sollte man sich aber die Frage stellen, ob man nicht den Titel, da sich fast jeder Beitrag um diesen Dreh und Angelpunkt bewegt und sowohl das Vorwort wie auch die Einführung die Thematik des 11. Septembers aufgreift, in „Sicherheit und Frieden nach dem 11.September" ändern und gleichzeitig die Einführung als Schlussresümee hinten anstellen sollte.
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