Customer Review:
Natürlich sind die Deutschen schuld...
Dieses Buch ist sehr gut geschrieben, interessant, aber die Situation ist extrem einseitig betrachtet.
In dem Buch kommt es so rüber, als sei der Islam perfekt,
und Europa sei an allen Auseinandersetzungen schuld.
Falls der EU-Eintritt der Türkei verhindert werden würde,
hätte das NUR negative Folgen.
Leider gibt es keine Antwort auf dieses Buch.
Einseitiger Beitritts-Lobbyismus
Das Buch zeichnet ein beschönigendes Bild der Lage!
Die ökonomischen Eckdaten der Türkei sind katastrophal: So liegt die türkische Wirtschaftskraft pro Kopf nur bei knapp 22 Prozent des EU-Durchschnitts. Zudem ist das Land der größte Schuldner des Internationalen Währungsfonds (IWF). Mit einem EU-Beitritt wären daher Transferhilfen verbunden, die sich nach Schätzungen auf bis zu 40 Milliarden jährlich Euro beliefen. Deutschland als größter EU-Nettozahler müßte den Hauptbrocken dieser Kosten zahlen.
Selbst wenn man die geostrategischen und finanziellen Belastungen für tragbar hielte, bleibt das demographische Problem. Heute leben in der Türkei über 70 Millionen Menschen, davon die Mehrheit in den rückständigen Gebieten Anatoliens. Bei der gegenwärtigen Geburtenrate von fast vier Kindern pro Frau läßt sich ein rasantes Bevölkerungswachstum berechnen: Schon 2015, wenn ein EU-Beitritt nach den Vorstellungen von Fischer und Schröder bevorstünde, wird die Türkei über 80 Millionen, im Jahr 2050 gar 100 Millionen Einwohner haben. Sie wäre dann mit Abstand der bevölkerungsreichste Staat der EU.
Falls eine Zuwanderung von fünf Millionen Türken nach Deutschland stattfände, wie es der SPD-Politiker Klose für möglich hält, bedeutete dies eine Verdreifachung der Zahl der bereits hier lebenden Türken - mit all den damit verbundenen sozialen und kulturellen Konflikten. Noch ist es nicht zu spät, die fatale Weichenstellung von Rot-Grün zu korrigieren.
Eine privilegierte Partnerschaft ohne Zuwanderungsfreiheit nach den Vorschlägen Franz Grolls in "Wie das Kapital die Wirtschaft ruiniert - Wege zu einer ökologisch-sozialen Gesellschaft" wäre die bessere Alternative.
Wirkt der Angst des Deutschen entgegen
Der Autor scheint mit diesem Buch einen volltreffer gelandet zu haben. Auch das Erscheinungsdatum war sehr gut gewählt, zeitlgleich mit der Abstimmung der EU über die Aufnahme von Verhandlungen.
In diesem Buch werden alle Ängste der Deutscher, vor einem EU Beitritt der Türkei, aufgelistet und einzeln wiederlegt; Stück für Stück. Dabei geht es nicht zuletzt um Religiöse und Kulturelle Aspekte, sondern auch über die Wirtschaft und um das jahrzehntelange Bestreben der Türkei, endlich als ein Teil Europas akzeptiert zu werden. Ich kann jedem, der sich mit diesem kontroversen Thema beschäftigen möchte, nur empfehlen, dieses Buch zu kaufen.
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