Mein Leben ist eine Waffe. Selbstmordattentäter. Psychogramm eines Phänomens

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Authors: Christoph Reuter
Catalog: Book
Media: Gebundene Ausgabe
Release Date: Mai 2002
Publisher: Bertelsmann, München
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Kategorien - Politik & Geschichte - Überblick

Customer Review:
Schade eigentlich - denn ein guter Ansatz!
Schade eigentlich, dass das Buch so oberflaechlich geraten ist. Christoph Reuter versucht hier, das Phaenomen der Selbstmordattentate zu beleuchten und zu kontextualisieren. Eine sehr gute Idee, auch ein guter Ansatz. Aber: Die Ausfuehrung dieses Planes misslingt in vielerlei Hinsicht.

Zum Einen widerspricht sich Reuter mehrfach selbst. Ein Beispiel sei hier herausgegriffen: Am Anfang des Buches betont er noch, dass das Phaenomen von sich selbst opfernden Angreifern schon in der Antike bekannt gewesen sei. Aber danach vergisst er das, und erklaert dann spaeter in dem Buch, dass es kein Wunder sei, dass dieses Phaenomen den Wertvorstellungen des schiitischen Islams entspringt. Und so gesellt er denn auch Selbstmordattentate in den Kontext "islamischer Kultur". Dabei uebersieht Reuter, dass in mehreren Konflikten, die er auch selber beschreibt, haeufig die Gruppen hinter den Selbstmordattentaten keinen islamischen, sondern einen saekularen (Kurdistan, Libanon, Palaestina) oder hinduistischen (Sri Lanka) Hintergrund hatten.

Zum Anderen erscheint einem der Autor schon beim Lesen des Buches als naiv. Herausragendes Beispiel dafuer ist die absolut unreflektierte Wiedergabe des Arguments, dass die Assassinen die ersten Selbstmordattentaeter gewesen seien. Ohne das wenigstens ansatzweise kritisch zu hinterfragen geht der Autor dann dazu ueber, Brocken arabischer Geschichte mehrerer Jahrhunderte im Eiltempo oberflaechlich zu beleuchten.

Dennoch gebe ich dem Buch 3 Sterne, denn wer das Buch kritisch liest und sich nicht auf die simplen Erklaerungsmuster des Autoren einlaesst, kann von dem Buch sehr profitieren, da es einen knappen Ueberblick des weltweiten Phaenomens der Selbstmordattentate bietet. Es haette auch noch mehr Sterne verdient, wenn der Autor sich dazu haette entschliessen koennen, ein etwa 75-Seiten starkes Buch zu veroeffentlichen, ohne die ellenlangen ueber-vereinfachenden Generalsierungen.
Gutes Buch, Empfehlung !
Ein wirklich gutes Buch, lesenswert geschrieben, detailreich und gut recherchiert. Ermöglicht unter anderem einen Einblick in die Geschichte einiger Terrororganisationen (Hamas, Hisbollah etc.), dem israelisch palestinänischen Konflikt und zeigt am Beispiel Iran die Abkehr vom Märtyrertum und Selbstopferung hin zu individueller Freiheit und Demokratie.
Sehr informativ
wer sich ohne hin dem nahen osten verschrieben hat sollte auf jedenfall dieses buch lesen. es verschafft einen tollen, sehr interessanten aber einblick hinter die kulissen. Der arabischen welt und des arabischen denkens.
es werden aber auch ander ereignisse beleuchtet, z.B. was junge japaner veranlasste sich als kikaze auf gegnerische schiffe zu stürzen.
sehr interessant geschrieben und sehr informativ auf jedenfall lesen ist mein tip.

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