Parteiendemokratie in Deutschland

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Authors: Oscar W. Gabriel, Oskar Niedermayer, Richard Stöss
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: Mai 2002
Publisher: VS Verlag für Sozialwissenschaften
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570 Seiten politikwissenschaftliches Werkzeug
Im Gegensatz zu Niedermayer und Stöss' Band von 1993, der die Parteien untereinander aufteilt und bewertet, liegt diesem Band ein politikfeldanalytischer Ansatz zugrunde, der Parteien, deren innere Konsistenz, die äußeren Rahmenbedingungen, den Wettbewerb zwischen ihnen sowie deren Funktion im politischen System begutachtet. Dazu liefern 25 Autoren und Autorinnen einen Längsschnitt durch die bundesdeutsche Parteienlandschaft. Die zentrale Frage wird von Richard Stöss (der, der nach Wahlen immer Montags morgens im Holzfällerhemd ins Morgenmagazin geschaltet wird) im Einleitungskapitel gestellt, nämlich ob es sich in Deutschland um einen Parteienstaat, wonach Parteien elementarer Bestandteil des Staates sind, oder um eine Parteiendemokratie handelt, in der Parteien eine wichtige Rolle in der Willensbildung spielen, jedoch nicht unbedingt n u r durch sie stattfindet oder sich notwendigerweise auf den Staat beziehen muß. Darauf aufbauend analysieren die restlichen SchreiberInnen in einzelnen Bereichen der Parteienforschung, wobei zum Teil verblüffende Erkenntnisse gewonnen werden. Gluchowski und Wilamowitz-Moellendorff belegen die allmähliche Auflösung der Kernwählerschaften (dealignment) und Gabriel beschreibt die Veränderungen in der Parteiidentifikation auf der Grundlage eines sozialpsychologischen Ansatzes zum Wählerverhalten. Poguntke erläutert die innerparteilichen Veränderungen der Machtverhältnisse aufgrund von Wandel der Rahmenbedingungen, Gabreil und Niedermayer beleuchten die sozialstrukturellen Wurzeln der Parteimitglieder, während Dietrich Herzog, ausgehend von der Theorie der politischen Klasse, die Entwicklungen der Führungseliten der Parteien analysiert, Stichwort Ämterkumulation, politische Karrieren, Führungskontinuitäten. Weitere Beiträge gehen die Parteienpolitik auf den politischen Ebenen und im Zusammenspiel mit Interessenverbänden und Medien durch und, wohingegen der letzte Abschnitt sich mit der Entwicklung der Programminhalte beschäftigt. Dazu hat Manfred G. Schmidt den m.E. nach besten Beitrag zu diesem Band beigesteuert, in dem er die zunehmende Konvergenz der Inhalte von unterschiedlichen Partien fundiert und kritisch herausarbeitet. Auch wenn man wahrscheinlich nach der Durcharbeit des Bandes ein gutes Grundlagenwissen über Parteipolitik besitzt, ist es doch eher trockener Stoff, der entweder im Rahmen der Universität mit einem passenden Seminar begleitet werden sollte oder aber durch besonderes Interesse an der Parteienfrage (z.B. durch eigene Mitgliedschaft) schmackhafter gemacht wird. Für diese Zwecke ist der wissenschaftlich klare und empirische Zugang durchaus vorteilhaft. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Books:

  1. Einführung in die Politische Philosophie
  2. Krieg der Werte. Wie wir leben, um zu überleben
  3. Briefe aus einem untergehenden Imperium
  4. Über mein Land. Rußlands Weg ins 21. Jahrhundert.
  5. Eigentlich wollte ich Städtebauer werden.
  6. Kuba. Eine Revolution in Bildern
  7. Leichensache Kollbeck. Und andere Selbstmordfälle aus der DDR
  8. Blutspuren. Weitere ungewöhnliche Mordfälle aus der DDR
  9. Die Sicherheit. Zur Abwehrarbeit des MfS, 2 Bde.
  10. 17. Juni 1953. Ein deutscher Aufstand.

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