Customer Review:
Hoher Intellekt , schwer verständlich
Als Studentin fand ich dieses Buch in vielerlei Hinsicht hilfreich, die Ideen und Zusammenhänge, die in diesem Buch dargelegt werden stellen einen wichtigen Beitrag zum Studium internationaler Politik und Ökonomie dar. Wobei Beck mit Sicherheit für meinen Geschmack relevanter für Ökonomie als für Politik ist - seine politischen Schlüsse wie z.B. die prinzipielle Marginalisierung der NGOs kann man nicht immer teilen.
Meine große Kritik bezieht sich auf Becks Stil - paragraphenlange, umständlich verhaspelte und mit Wortneuschöpfungen und komplizierten Fachbegriffen gespickte Sätze, noch dazu oftmals in Metaphoren die mir in einem eigentlichen Sachbuch sehr unpassend vorkommen - macht dieses Buch zu einer zumindest für junge Leser anstrengenden Lektüre. Auch Fachliteratur, auch politische und wirtschaftliche Analysen, auch wenn noch so intellektuell, können und müssen verständlich formuliert werden. Auch ständige Wortkopplungen sowie Massenanwendung von Quotationszeichen der Intellektualisierung von Normal-Vokabulars wegen beeindruckt mich wenig. Ein Buch zu schreiben, dem es an kommunikativer Essenz fehlt, bringt den Gedanken vom "Fachidiotentum" nahe. Fazit: dies war eine Lektüre, bei der ich mich oft fragte: warum lese ich das überhaupt?
Ziehe Beck-Rezension vom 22. Juni zurück
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 22. Juni d.J. habe ich Ihnen eine längere Rezension zu Ulrich Becks "Macht und Gegenmacht" zugesandt. Diese Rezension möchte ich zurückziehen, da mir leider der eine oder andere inhaltliche Fehler unterlaufen ist, wie ich jetzt bemerkt habe. Ich werde Ihnen bei Gelegenheit eine korrigierte Fassung zusenden.
Vielen Dank für Beachtung
Mit freundlichen Grüßen
Dirk Hannemann
P.S. Es ist nicht zu akzeptieren, dass es keine Möglichkeit zu gibt, mit Ihnen in Kontakt zu treten, es sei denn über solche "Tricks"
030 / 29049047
Kluge Analysen der neuen Weltordnung
Ulrich Beck wird seinem Ruf als Soziologe von Rang gerecht: Wortgewaltig und mittels differenzierter Begrifflichkeiten (Achtung: Keine ganz leichte Lektüre!) versucht er, die kosmopolitischen und transnationalen Entwicklungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts in den Griff zu bekommen. Er sensibilisiert für die offenen Machtverhältnisse und die zahlreichen Widersprüche zu Beginn der "zweiten Moderne", welche sich aber nicht nur schwächend, sondern auch systemstabilisierend auswirken können. Er zeigt auf, welche Lösungen für welche Akteure viel versprechend sind, wirft aber auch immer wieder Fragen auf, die er unbeantwortet lassen muss. Denn das Netz von Wirkfaktoren und Globalisierungsakteuren (die teilweise sogar das Gegenteil von dem hervorrufen, was sie anstreben) ist ausserordentlich komplex. Das tut dem Werk aber keinen Abbruch: Wir legen es allen ans Herz, die das globale Geflecht von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, auf hohem Niveau reflektiert, verstehen wollen.
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