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Blick zurück nach vorn
Ein eher historisches Werk (beginnend 1998 als Gespräch nach der Bundestagswahl, inhaltlich mit dem Mauerfall) in der Zeit des globalen Zeitalters (die Globalisierung, begonnen mit Kolumbus und Magellan, ist nach Sloterdijk bereits vollendet), wo der gedrängte Augenblick den Ton anzugeben scheint. Daher ist ein Rückblick, der Gegenwart als Folge des Vergangenen erkennt und diese nochmals aufarbeitet vielleicht von Vorteil. Es sind politische Beiträge eines politisch-philosophischen Menschen, der die Zeit als Wandel und weniger als vergänglich betrachtet. Übergänge von hier nach dort, historisch, politisch und philosophisch verbindet Habermas mit Vergleichen zwischen dem amerikanischem Pragmatismus und der deutschen Philosophie. Man möchte die Brücke zu Platon (Sokrates) schlagen, der im PHAIDON den Übergang der Seele in die Ewigkeit zur Unsterblichkeit der Seele erklärt; gar zu den biblischen Römerbriefen des Paulus, der von der messianischen Zeit spricht, die bleibt. Der Übergang lässt nichts verschwinden, er garantiert ein Beibehalten der Energie im Ganzen. Salvatore Dali hat mit seinem Bild "Camembert" die Themen fließender Übergang und Zeit bis hin zur Ewigkeit am Horizont dargestellt. Alles fließt, zerfließt, in die Auferstehung neuer Energie.
Behutsam kooperativ sieht er den deutschen Weg in die Welt der Nationen, um am Ende sich der Frage zu stellen, inwieweit nicht Religion als Vorläufer oder gar Bedingung von Modernisierung und Globalisierung anzusehen ist.
Eine Reihe kleiner politischer Schriften über den Mauerfall als politisches Machwerk, das Holocaust-Denkmal, über ein postnationales Europa und den Weltbürgern, eben über "Gott und die Welt." Der Friedenspreis des deutschen Buchhandels wurde 2001 für dieses Buch zu Recht vergeben.
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