The 9/11 Commission Report

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The 9/11 Commission Report


Authors: Wolfram Weimer, Peter Littger
Catalog: Book
Media: Broschiert
Release Date: August 2004
Publisher: Cicero - Magazin für Politische Kultur
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Customer Review:
Die Mutter aller Nichtverschwörungstheorien
Zu 9/11 gibt es viele Fragen, aber nur eine letztgültige Antwort: den Commission Report. Hier findet man die Fakten - und nur diese.

So präzise und knapp aufgelistet, dass sich nur 50 der 560 Seiten mit den Vorgängen am 11.9.2001 selbst befassen, nebst 130 Seiten Anhang - der Hauptteil widmet sich al Quaida und dem War on Terror. Der Umfang des Werkes sollte also niemanden abschrecken. Zudem handelt es sich um ein handliches Taschenbuch.

Nur einmal, auf S.12, kommt der Report sichtlich ins Straucheln und verweist darauf, dass die Entführer wohl nicht wussten, wie man den Funkkontakt mit der FAA abschaltet und nicht bedacht haben, wie die Passagiere ihre Telefone einsetzen würden.
Nun, in einem Cockpit gibt es eben viele Knöpfe und immerhin hat es mit dem Abschalten der Transponder reibungslos geklappt.
Dass die Commission hier versucht, tatsächlich eine Analyse zu betreiben, ist ohne Zweifel der Verwirrung um Flug United Airlines 93 geschuldet:
Erst mit 42 Minuten Verspätung erfolgt der Start - man sollte meinen, die Entführer müssten nun in Panik sein und hätten es dementsprechend eilig, ins Capitol oder ins Weiße Haus zu fliegen, da die Anschläge auf das WTC schon durchgeführt werden - aber nein, im Gegenteil, die Reaktionszeiten werden von Flug zu Flug länger, wenn auch für die größte Militärmacht der Erde leider nicht lang genug. Beim Start war UA 93 dem Zielobjekt W.D.C. gefährlich nahe - warum sich die Entführer dann zusätzlich zur Verspätung nochmal 45 Minuten Zeit lassen und mit dem Hijacking bis Cleveland warten, wird man nie herausfinden.

Noch unaufgeregter und lässiger ist an jenem Tag nur Mr. President: wie dem US-Oberbefehlshaber zugeflüstert wird "America is under attack" und er sich weiter unbeirrt um die Bildungspolitik kümmert und dann erst mal eine Rede an die Nation vorbereitet - das ist schon große Literatur, an die nicht mal "Herr der Ringe" heranreicht.

Wer sehen möchte, was ein staatlicher Untersuchungsausschuss zu leisten vermag, der lese dieses Buch.


Die offizielle Wahrheit
Die offizielle Wahrheit der 9/11 Commission ist im Detail durchaus interessant. Der interessierte Leser findet viele kleine Wahrheits-Bausteine sogar nur hier. Doch die Schlüsse, die der mehr als 500 Seiten starke Bericht zieht, leuchten nur dem ein, der seine Informationen ausschließlich aus ihm bezieht. Denn wie das mit Berichten staatlicher Kommissionen so ist, werden auch hier viele kleine Wahrheits-Bausteine einfach weggelassen - damit die Analyse, in diesem Fall die Theorie der „Geheimdienstpannen" keinen Schaden nimmt. Fazit: Unbedingt lesenswert, aber nur im Kontext glaubhaft.
WOW!
Dieses Buch gehört in jeden Bücherschrank, notfalls ungelesen. Denn spätestens in zwei, drei Jahren wird man es zur Hand nehmen wollen, um die gesammelten Ungeheuerlichkeiten darin nachzulesen. Wer das Thema „9/11" ein bisschen besser kennt, hat seine helle Freude an den Weglassungen des Commission Report (interessant ist in dem Zusammenhang, wenn man sich nicht die Mühe extensiver Netz-Recherche machen will, der „Kommentar" zum Report von Christian Walther („Der zensierte Tag"). Aber auch der kann in seinem Buch nicht auf alle groben Fehler hinweisen - vermutlich, weil er dann einen genauso dicken Schinken hätte liefern müssen. Im Report werden die entscheidenden Fragen des 11. September weiterhin nicht beantwortet, bestenfalls gestreift, aber aufmerksame Leser genießen vor allem die ersten 46 Seiten wahlweise mit Entsetzen oder unter schallendem Gelächter. Die Wahrheit ist, wie sich zeigt, doch äusserst dehnbar oder biegbar, aber an einigen Stellen übertreiben es die Verfasser dann doch mit den Weglassungen und groben Fehldarstellungen. Man muss allerdings genau hinlesen, um richtig Spaß zu haben, manchmal helfen nur die Fußnoten. Attentäter Al-Shehhi rief Atta an - erst in der Fußnote erfährt man dann, es handle sich um eine vage Vermutung. Die Abflugzeiten kennt man nur „ungefähr" - erstaunlich, nach drei Jahren Recherche und Zugriff auf alle Flughafencomputer. Und dann seien wohl auch noch Leute zugestiegen, auf dem Rollfeld, habe man gehört. Wer und wieso - das konnte leider nicht ermittelt werden. Auch geben die Autoren zu, dass ihnen jede Erklärung für das sinnlose Verhalten der Attentäter vor dem 11. September fehlt, ebenso eine Erklärung für im Wortlaut dokumentierte Funkwechsel zwischen Luftabwehr und Lotsen, die dreißig Minuten nach dem ersten „Treffer" sicher waren, die betreffende Maschine noch auf den Schirmen zu haben!!! Da wird dann auch gern aus „we have other aircraft that may have a similar situation" und „this may be a third plane" im Nachsatz ein Singular, und am Ende werden gar alle offiziellen, unter Eid getätigten Aussagen der für die Luftabwehr Verantwortlichen mit einem schlichten „These statements were incorrect" abgebügelt - ohne wenigstens einen Hinweis (oder eine Fußnote), wie man zu diesem „incorrect" kam (auf den letzten Metern übrigens, denn während der gesamten Befragungen galten die Aussagen ohne den leisesten Zweifel als korrekt). Im Report findet sich praktisch nichts von dem, was die Hinterbliebenen der Opfer seit drei Jahren fordern: eindeutige Beweise, Passagierlisten, Satellitenaufzeichnungen, „Wer bezahlte den Anschlag" - und auch jeder Hinweis auf inzwischen lang und breit dokumentierten Militärübungen am Tag selbst fehlen vollständig.
Fazit: Für Kenner der Materie (ob Anhänger der offiziellen Theorie oder irgendwelcher anderen Verschwörungstheorien) dürfte der dicke Klotz ein Quell ständiger Erheiterung sein. Für flüchtige Leser (wie die Redakteure von Cicero oder vom Spiegel) dürfte hingegen hiermit endgültig alles gesagt sein. Was mehr als bedauerlich ist, denn deren Aufgabe wäre es, auf die eklatantesten Fehler in diesem Werk hinzuweisen. Wozu sie etwas vom Thema verstehen müssten. Was sie offenkundig nicht tun. Wer das will, muß eben andere Berichte lesen, und zwar leider die der diskreditierten „Phantasten" Bröckers, Wisnewski, Walther und Konsorten. Vor diesem Hintergrund macht dann allerdings auch der „Omission Report" richtig Spaß.

Books:

  1. KFOR, Streitkräfte für den Frieden
  2. Skandal FDP
  3. Verborgene Zusammenhänge
  4. Heimat als Utopie. Sonderdruck.
  5. Politik
  6. Kofi Annan. Ein Leben
  7. Singapur. Metropole im Wandel.
  8. Schlingensiefs Ausländer raus. Bitte liebt Österreich
  9. 1968. Eine Enzyklopädie
  10. Verbot der NPD oder Mit Rechtsradikalen leben. Die Positionen.

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