Customer Review:
Sehr empfehlenswert - Lektüre, die zum Nachdenken anstiftet!
Ich fand das Buch äußerst spannend zu lesen - hab eine Vielfalt von Anregungen gefunden, die das Thema Lesbischwerden beleuchten. Von Schuldzuweisung an die Mütter keine Spur! Denn: Seit wann ist Lesbischsein was Schlimmes, eine Fehlentwicklung? Das möchte ich mir doch verbitten. Die Autorin geht Entwicklungsspuren nach, und darin bin ich ihr gern gefolgt. Schön geschrieben auch, das Ganze. Sehr zu empfehlen.
... neue Schuldige?!
Warum muss denn immer irgendjemand "Schuld" daran sein, dass ein Junge schwul oder ein Mädchen lesbisch ist? Die gewagte Theorie Viola Roggenkamps', dass die Mütter letztendlich der ausschlaggebende Faktor für diese Entwicklung sind, halte ich für absolut unrealistisch. Ich habe außerdem das ganze Buch lang gewartet, dass sie zu einem Schluss aus den ganzen Interviews kommt. Für mich war das Buch absolut kein Erklärungsansatz dafür, dass Mädchen lesbisch werden.
Anstiftung zum Miteinanderreden
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und eine ganze Palette von Gefühlen in mir wachgerufen: ich war erstaunt, perplex, wütend, ärgerlich, belustigt, amüsiert ... als ich las, wie die Mütter über ihre lesbischen Töchter reden und denken. Es hat mich zudem sehr nachdenklich gestimmt und angeregt, über das Verhältnis zu meiner Mutter nachzusinnen. Ich habe das Buch eine Weile später an meine Mutter weitergegeben, und nach einiger Zeit des Bangens, wie sie es aufnehmen würde - hoffentlich nicht als Schuldzuweisung! -, sind wir gut miteinander ins Reden gekommen. Das hat Nähe gestiftet und unser Verhältnis entspannt und vertrauter gemacht. Sehr zu empfehlen!
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