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Ein Ruck-Buch
Bundespräsident Herzog hat vor einigen Jahren gefordert, dass ein Ruck durch Deutschland gehen müsse. Dieses Buch ist die passende Antwort darauf.
Im ersten Teil weist der Autor an Hand von Statistiken und anderen Berichten nach, dass der Kapitalismus die beste Wirtschaftsform ist. Länder, die die freie Marktwirtschaft eingeführt haben und an der Globalisierung Teil nehmen, haben einen höheren Wohlstand als andere Länder. Im Gegensatz zu Marktwirtschaftsfanatikern (und dem Internationalen Währungsfonds) gesteht der Autor Entwicklungsländern das Recht zu, während des Aufbaus der eigenen Industrie vorüber gehend Schutzzölle einzurichten. Für entwickelte Länder lehnt er Schutzzölle ab (weil sie u. a. Entwicklungsländer vom Markt fern halten). Wer die Marktwirtschaft einführt, muss zunächst die Voraussetzungen dafür schaffen (u. a. Rechtswesen, stabiles Geld, gute Verwaltung, Kartellbehörden, Banken); andernfalls werden lokale Anbieter von multinationalen Konzernen verdrängt.
Im zweiten Teil des Buches geht es darum, in welchen Bereichen Deutschland mehr Kapitalismus benötigt: Bürokratieabbau, Genehmigungsverfahren, Föderalismusreform, Tarifkartelle und Flächentarifverträge, Innovationen / Risikokapital usw. Alles wird mit Beispielen illustriert. So dauert beispielsweise eine Firmengründung bei uns Wochen bis Monate und im US-Bundesstaat Delaware maximal 10 Minuten.
Zum Schluss wird der Bürger aufgefordert, selbst etwas zu tun und sich in Parteien, Bürgerinitiativen usw. zu engagieren. Zunächst sollen die Bürger den Bewegungen und Kräften, die sich gegen den Kapitalismus stellen (z. B. die großen Gewerkschaften und radikalen Umweltschützern) die Unterstützung entziehen und dann wirtschaftsfreundliche Kräfte fördern. Dadurch steigt der Wohlstand und es entstehen neue Arbeitsplätze.
Das Buch regt zum Nachdenken an und ist flüssig geschrieben. Wegen der Rechtschreib- und Grammatikfehler ziehe ich einen Punkt ab.
DEN Kapitalismus retten?
Wieder einer,der den hemmungslosen Kapitalismus predigt,hemmungslose Profitgier ohne jede soziale Sicherung,Menschen verkommen zum "Humankapital",das sich stets den Bedürfnissen des Kapitals unterzuordnen hat.Leuten,die diese Wirtschaftsordnung auch noch für zukunftsfähig halten,sage ich nur Eines:
"Erst wenn der letzte Baum gerodet,der letzte Fluß vergiftet,der letzte Fisch gefangen,dann werdet Ihr feststellen,daß man Geld nicht essen kann"
BLEIBT AN DER OBERFLÄCHE
Grundsätzlich kann man mit den Thesen von Herrn Keese übereinstimmen. Studenten werden bemerken, dass es sich bei dem zitierten Stoff um den Stoff aus dem ersten Semester handelt. Auch deshalb kann man Herrn Keese durchaus oberflächligkeit unterstellen. Schade.
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