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Die richtige Fragestellung: "Was nun?"
Nach dem Lesen seiner ersten beiden Bücher war ich sehr gespannt, was danach kommt. Die angepriesenen Berichte aus seiner Zeit als Senator lesen sich sehr spannend. Er zeigt sehr deutlich auf, welche Verpflichtungen und Mandate mit der Wahl in Regierung des Landes Berlin verbunden ist. Dieser Einblick gestaltet sich für mich allerdings etwas zu kurz. Gleichzeitig füllt der Autor sein Buch fast zur Hälfte über seine Sicht zum "modernen Sozialismus". Die erzeugte Spannung des ersten Teils flacht somit zwangsläufig ab.
Seine Ideen und Vorschläge zu verschiedenen Problemen sind mit Sicherheit eine Diskussion wert und würden unser tagespolitisches Geschehen sehr bereichern. Darüber hinaus fällt er mit einigen Äußerungen auch in alte Denkweisen zurück.
Insgesamt ein interessantes Buch, mit etwas ausschweifenden Äußerungen im zweiten Teil. Deshalb auch die Bewertung mit 3 Sternen. Die wichtigste Frage zu Herrn Gysi, inwieweit er politisch im Jahr 2006 für die PDS wieder aktiv einsteigen wird, bleibt jedoch offen. Demzufolge ist der Titel richtig gewählt: Was nun?
Reformer Gysi will Reformen
Der einstige "Erneuerer" und "Reformer" der PDS schreibt mal wieder ein Buch. Dieses Buch soll sich nicht etwa ausschließlich an die traditionelle PDS-Klientel richten, sondern auch an linksliberale Wessis aus gutem Hause. Krampfhaft versucht Gysi immer wieder aufzuzeigen, seht her, wir sind gar nicht kommunistisch, wir preisen das Privateigentum und kurbeln die Wirtschaft an.
Der gerscheiterte ehemalige Wirtschaftssenator der Pleitestadt Berlin verfügt in der Tat noch über Einfluss in der Partei. Seit jeher war es seine Absicht, ähnlich wie Fischer derienst bei den Grünen, die Linken aus der Partei zu treiben, um kriegs- und damit koalistionsfähig zu werden.
In Berlin hinterließ er einen Scherbenhaufen, den seine Nachfolger durch noch härtere Maßnahmen immer mehr vergößern.
Gysi ist kein Populist. Gysi ist nur in den bürgerlichen Kriesen populär. Seine politischen Ansichten sind durch und durch arbeitnehmerfeindlich. Er will noch mal richtig Karierremachen und 2006 wieder in den Bundestag einziehen. Bis dahin hat er die PDS erfolgreich von allen linken Elemnten gesäubert, soll heißen "modernisiert".
Da kann die BRD-Linke mehr Vertrauen in den Populisten Lafontaine setzen.
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