Customer Review:
Politisch tendenziöse Arbeit
"Ästhetische Mobilmachung" stellt den ersten Versuch dar, die geistigen und kulturellen Hintergründe von Teilen der Neofolk- und Industrial-Subkultur darzustellen. Oberflächich erscheint dieses Buch als Arbeit mit wissenschaftlichem Niveau - umfassende Literaturangaben sowie Textbelege durch Endnoten sind vorhanden.
Bedauerlicherweise muß dieser im Ansatz durchaus interessanten, in Aufsatzform geschriebenen Arbeit ein wissenschaftlicher Hintergrund abgesprochen werden, da hinter "Ästhetische Mobilmachung" ein eindeutiger tendenzpolitischer Anspruch steht, wie die Veröffentlichung im dem linksradikalen Spektrum zuzuordnenden Unrast-Verlag, sowie die Tatsache, daß zumindest einer der Autoren nicht unter dem eigenen Namen schreibt (Christian Dornbusch alias Martin Langebach), zeigen. Darüber hinaus besticht das Buch durch grobe Recherchemängel, so wird in einem der Aufsätze das Album "The Gospel Of Inhumanity" der umstrittenen Gruppe Blood Axis konsequent als "The Gospel of Inhumity" bezeichnet.
ein leider nötig gewordenes Buch...
...so möchte man denken.Das Buch durchleuchtet recht ausführlich ein Teil der Neofolk-Szene und entlarvt einige Bands anhand von Texten,Bildern und Flyern als eindeutig rechtsextrem bis neofaschistisch.
Eingeleitet wird das Buch mit der Entstehungsgeschichte der "schwarzen" Szene und setzt sich fort mit dem langsamen nach "rechts driften" eben dieser.
Allerdings wird die Goth-Bewegung nicht als ein Kollektiv betrachtet.Es werden lediglich einige Bands unter die Lupe genommen,welche sich durch diverse Interviews und rechten Texten in ihren Liedern geoutet haben.
Das Buch kritisiert falsch verstandene Toleranz,wie sie mein Vorredner wohl gerne sehen würde,und setzt sich dafür ein,Veranstaltungen mit genannten Bands zu boykottieren.
Sehr Lesenswert!
Ideologisch vorgefertigte Meinungen...
Dieses Buch ist vielmehr ein Propaganda-Werk als eine Doku. Es liest sich wie eine Gerichtsverhandlung, bei der das Urteil schon feststeht und dem Angeklagten nicht die Möglichkeit gegeben wird, sich zu verteidigen. Die MenschInnen, die im Hintergrund wirkten, werden seit langem vom Verfassungsschutz beobachtet und haben ihren festen Platz in den Berichten der Behörde. Eine neutrale Bestandsaufnahme und Bewertung ist da nicht zu erwarten...Nur für den, der so was sucht oder sich amüsieren will über Leute, die Toleranz predigen und intolerant sind, interessant.
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