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Mythos '68 - eine Domäne der deutschen Linken?
Die 68-Revolte - heute nur noch ein Mythos? Der Bonner Politologe Gerd Langguth analysiert die „verlorene Revolution" aus völlig neuer Perspektive: Der eher konservativen. Während die historische Aufarbeitung der nicht nur unter Linken legendären Zeit bis heute weitgehend eben diesem linken Spektrum überlassen wurde und uns vor allem die berühmten Fernsehbilder des protestierenden Dutschke und des von einem Wasserwerferstrahl über eine Mauer gedrückten Demonstranten im Gedächtnis geblieben sind, erinnert Langguth an die stellenweise abstrusen Vorstellungen und Ziele der APO: Revolution in Deutschland zugunsten einer nicht näher definierten, paradisisch anmutenden Zukunft mit marxistisch-leninistischen Elementen? Langguth, der, wie er über sich selbst schreibt, die Revolte als einer ihrer „Gegner" erlebt hat, erinnert nicht nur an radikale Tendenzen der APO, die schließlich zu Parolen wie „High sein, frei sein, Terror muss dabei sein" geführt haben, sondern auch die RAF zumindest mit zu verantworten verhindert haben. Dazu eine Darstellung der politischen Ziele des APO-Heros Dutschke jenseits von NS-Gegnerschaft und Antikapitalismus. Ein gut zu lesendes, für seinen wissenschaftlichen Anspruch nahezu spannendes Buch, das Diskussionen um den Stellenwert der 68er in der deutschen Geschichte aufwirft.
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