Customer Review:
typisches Schwarzbuch, einseitige Darstellung;
Es liegt in der Natur eines Schwarzbuches, dass es nicht den Anspruch erhebt, neutral Stellung zu beziehen, und so ist auch dieses Buch zu einer negativ gefärbten Abrechnung mit dem ehemaligem Arbeitgeber des Co-Autors geworden.
Trotzdem gibt einem dieses Buch eine guten Einblick in die Arbeits- und Entscheidungsprozesse in dieser Organisation.
Jedoch muss ich den Autoren einen Vorwurf machen: Das Buch enthält einen 109 Seiten starken Abschnitt mit Anmerkungen am Ende des Buches, und man ist als Leser ständig gezwungen zwischen dem Haupteil und den Anmerkungen zu wechseln, da diese z.T. zum Verständnis beitragen.
Fazit: Ein lesenswertes, wenn auch schwer lesbares Buch voller einzigartiger Informationen!
Zur Geschichte und Methodik der Geheimdienste
Sofern das "Schwarzbuch des KGB" nicht als großangelegte Desinformationskampagne der westlichen Geheimdienste benutzt wurde - was ich nicht glaube - ist es eines der authentischsten Chronologien über die Geheimdienste in West und Ost. Es widerlegt einige falsche Annahmen und Informationen (etwa vermeintlich richtige Hindergründe über Politik) und bringt dem Leser das "Handwerk" der Geheimdienste etwas näher. Weiters werden die Geheimdienste entmystifiziert - viele "große Operationen" liefen in Wirklichkeit sehr einfach ab. Der Leser beginnt die Hintergründe der politischen Vorgänge der Vergangenheit anders zu verstehen. Vor allem einige von Historikern geprägte Interpretationsansätze der Geschichte werden hier bloßgestellt.
Ein sehr lesenswertes und spannendes Buch - bis zur letzten Seite.
Wien, Mai 2000
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