Customer Review:
Anspruchsvoll und erhellend
John Rawls überarbeitet seine "Theorie der Gerechtigkeit", um sie an moderne, vom Pluralismus der Meinungen gekennzeichnete Demokratien anzupassen. Er überarbeitet sein Konzept einer Gerechtigkeit als Fairness und führt neue Ideen ein. Ohne Vorkenntnisse von Rawls Theorie ist das Buch wohl kaum verständlich, die Lektüre ist anspruchsvoll durch den hohen Abstraktionsgrad. Aber die Auseinandersetzung mit Rawls Überlegungen zur Stabilität der Demokratie, die nicht mehr von einem Weltbild zusammengehalten wird, öffnet neue Perspektiven auf das politische Leben in einer Demokratie. Auch hier ist der Anspruch an das Verhalten des Einzelnen sehr hoch, womit er seiner kantianischen Auffassung vom Vermögen des Einzelnen zu Vernünftigkeit und moralischen Fähigkeiten treu bleibt. Insgesamt also für interessierte politische Betrachter oder politische Handelnde eine sehr spannende Lektüre.
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