Customer Review:
was soll man nun noch glauben?
nach diesem buch stellt man sich wirklich vor die frage, was man nun noch glauben soll und was nicht. als fakt kann man auf jeden fall annehmen, dass jegliche geheimdienste weltweit dreckige hände haben, aber - wie es immer wieder dargestellt wird von seiten der geheimdienste - das ganze zum wohle der anständigen menschen geschieht. Wer's glaubt wird seelig. Habe vor kurzem auch gelesen Das RAF Phantom, fazit ist das gleiche. Der geheimdienst arbeitet im eigenen interesse und nicht für die menschheit und nicht selten wird hier über leichen gegangen, egal aus welcher schicht die opfer kommen!
zu diesem buch hier sei noch gesagt, dass ich die meinung von eineigen weiter unten nicht teilen kann, dass das buch schwer zu lesen sei. sehe es so, wenn man interesse am stoff hat, dann kann man das gelesene leicht verarbeiten. es handelt sich hier eben nicht um kommerz! wer das erwartet, der sollte das buch nicht kaufen!
ýArms, Drugs & Dirty Dealsý - Exzellentes Buch
Einerseits machen Politiker jagt auf Drogenkriminelle, Konsumenten werden vorbestraft, süchtige Kleindealer landen jahrelang im Knast, wo sie noch süchtiger werden. Drogensüchtigen wird nicht geholfen, bestenfalls sollen sie mit Hilfe von Beruhigungsmittel und Methadon von ihren illegalen Suchtmittel geheilt werden. Andererseits machen die Herrn Regierenden Geschäft mit den größten Drogen- und Waffenschieber der Welt. Sie verdienen sich Privat eine goldene Nase mit ihnen, sorgen im Gegenzug dafür, dass sie nicht ausgeliefert werden oder verhindern jeden polizeiliche Ermittlung, die gegen ihre "Freunde aus der Unterwelt" geführt werden.
Aber der „Drogenhandel im großen Stil" füllt nicht nur die privaten Taschen der Regierenden, denn viele Geheimdienste arbeiteten (bzw arbeiten) eng mit Guerillas und Konterrevolutionären zusammen, die ihren „Freiheitskampf" mit Drogengeld finanzieren. Unter dem Deckmantel „Kampf gegen den Kommunismus" organisierte die CIA Drogenlieferungen in reiche Industrieländer um mit dem dort erwirtschafteten Gewinn Waffenlieferungen nach Südamerika zu bezahlt. Mit der Zeit machte die CIA, Spötter sagen die Abkürzung steht für „Cocain Import Agency", nicht einmal mehr den Umweg über die Juntas und Kartelle sondern fingen selbst an Kokain zu produzieren und zu verkaufen.
Aber nicht nur am amerikanischen Kontinent ist die Spezies der korrupten Politiker und Wirtschaftsbonzen beheimatet, sie lebt auch in allen anderen Ländern dieser Erde. Lesen sie alles über die Drogen-, Waffen- und Mafia-Hochburgen dieser Welt und ihrer Handlanger aus Politik und Wirtschaft. Erschreckend und glaubenswürdig dokumentiert der Autor unfassbare Verbindungen zwischen Mafia und Politik.
Wen diese Thematik interessiert, der wird von diesem Buch begeistert sein.
Lassen Sie sich die Augen öffnen
Es mag den einen oder anderen überraschen, oder auch nicht: der CIA verdient am Drogenschmuggel und hat nachweislich sogar die Flugzeuge für den Schmuggel bereitgestellt. Das wird in diesem Buch nach umfangreichen, gefährlichen Recherchen nachgewiesen. Argumentiert wird mit der Abwägung politischer Ziele, so wurden mit den Erlösen aus diesem Schmuggel in dern 80ern anscheinend Waffen für die nicaraguensischen Contras gekauft. Nebeneffekt: in der Folge wanderten 1000e meist jugendliche Dealer in den USA auf Jahre in den Knast - weil sie das CIA-Koks weitervertickten. Hier werden zwei Maßstäbe angesetzt, und diese Doppelmoral ist gegenüber dem kleinen Bürger eine Frechheit. Auch die Abwägungen sind sonderbar: ist die Bedrohung durch eine möglicherweise kommunistische Regierung in Nicaragua größer als das zerstörte Leben der 1000en Abhängigen und jetzt Kriminellen? Oder laufen da Milliardenerlöse einfach in die richtigen Taschen?
Roth zeigt in seiner fundierten Recherche die Wege insbesondere des Kokain-Schmuggels angefangen bei den MedellÃn- und CalÃ-Kartellen in Kolumbien über Zentralamerika in die USA und über Rotterdam/ Marbella nach Europa auf. Für Haschisch gibt es ähnliche Wege aus Asien über die Türkei. Überall wird verdient, und zwar auf höchstem Niveau. Die Köpfe dieses Handels sind bekannt - und wohnen gemütlich und sicher im Fall von Europa u.a. im spanischen Marbella, wo sie beste Kontakte zur lokalen Politik unterhalten. Problemlos können sie auch in Deutschland reisen - wiederum gedeckt von Innenministerium oder dem einen oder anderen Ministerpräsidenten. Leider hält sich Roth in Deutschland aus rechtlichen Gründen mit der Namensnennung zurück - und die (von den Justizministern gesteuerten) Staatsanwaltschaften blockieren die Überprüfung von dringenden Indizien.
Die Bemühungen einer DEA, der amerikanischen Drogenbehörde, oder auch der deutschen Polizei, des BKAs usw. werden unterwandert und sind wirkungslos, soweit diese Behörden nicht sogar selbst beteiligt sind. Der internationale Kampf gegen Drogen verkommt damit zur Farce, ein Medienaufschrei wie im Fall von Michael Friedmann wirkt lächerlich. In diesem Buch sind die Zusammenhänge, die unsere Welt so stark beeinflussen und unterwandern, mit Fakten belegt - Sie werden auf jedem Fall ein großes Stück schlauer werden.
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