Customer Review:
Bewegend...
Das in fünf Kapitel unterteilte Buch überzeugt mit einem klar und chronologisch struktuierten Inhalt. Was jedoch beim Lesen schwer fallen könnte sind die stätig vorkommenden Zeitangaben und die Abkürzungen der Namen der Organisationen und Parteien. Als Hilfestellung für den Leser gibt es im hinteren Bereich des Buches eine 11 Seiten lange Zeittafel und ein 3 Seiten langes Abkürzungsverzeichnis. Auch auf Fremdwörter und englische Wörter trifft man in dem Buch des öffteren, hierbei muss sich jedoch der Leser mit einem Duden oder Fremdwörterbuch selber zu Helfen wissen. Als geographische Gedächnisstütze kann man eine Landkarte der USA zu Hand nehmen, da während der Protestmärsche viele Namen der Staaten genannt werden.
Die Sätze sind einfach formuliert und informativ. Die Autorin geht nämlich bedacht vor und bezieht sich auf das Wesentliche, ohne sich mit den vielen Aspekten die dieses Thema anschneiden großartig aufzuhalten.
Wenn die Worte nicht mehr ausreichen, dann kommen die im Buch enthaltenen schwarz/weiß Bilder zum Einsatz die die schwierigen Situationen der damaligen Zeit hervorragend visualisieren.
Der Titel „GegenSpieler“ wird erst nach dem bzw. beim Lesen des Klappentextes verständlich. Denn die Autorin überweltigt geschickt die schwere Aufgabe das Leben der zwei verschiedenen Persönlichkeiten mit viel Spannung und Drama zu erzählen und weist zwischendruch im Verlaufe des Buches auf Gemeinsamkeiten, sodass der Leser sich nicht vorkommt als würde er zwei unteschiedliche Geschichten lesen.
Ich denke dieses Buch wendet sich an ein großes Publikum von Jung bis Alt. Auch wenn der Inhalt zumeist das Problem „weiß gegen schwarz“ in den USA behandelt, betrifft die Kernaussage das Rassenproblem allgemein, und wie die zwei Hauptpersonen dieses Problem bekämpfen. Auch die Leser die mehr über Martin Luther King und Malcolm X erfahren möchten sind gut mit diesem Buch bedient, wie in einer Autobiographie werden Details beim Lesen über die zwei historischen Persönlichkeiten genannt.
Gegenspieler für die selbe Sache
Britta Waldschmidt-Nelson - Gegenspieler: Martin Luther King / Malcolm X
Dieses Buch von Britta Waldschmidt-Nelson (Dozentin für Amerikanische Kulturgeschichte) widmet sich den beiden gröten Persönlichkeiten des Kampfes für Gleichberechtigung zwischen Schwarzen und Weißen in den USA. Dabei liegt das Hauptaugenmerk aber auf den Gegensätzen der beiden. Obwohl beide für die Schwarzen, und gegen die Unterdrückung der Weißen kämpften, waren sie doch sehr verschieden. Die Arten des Widerstandes, Gewaltlos oder radikal, unterschieden sich grundsätzlich, und auch sonst respektierten sich die beiden nicht wirklich. Malcolm nannte King eine "Marionette der Weißen", King wiederum hielt Malcolm nur für einen radikalen Hitzkopf.
Die Biographien der beiden werden parallel und chronologisch wiedergegeben. Auf diese Weise werden die Parallelen, aber vor allem auch Gegensätze, dieser beiden Widerstandskämpfer deutlich.
Martin Luther King, der immer an seiner Ideologie des gewaltlosen Widerstands festhielt, und Malcolm X, der sich als Mitglied der radikalen Black Muslims (Nation of Islam) immer für eine Segregation zwischen Schwarzen und Weißen stark gemacht hat, und die Weißen als Teufel verdammte. So ist zumindest die eindimensionale Betrachtung der beiden. Das Buch zeigt allerdings mehrere Schichten dieser Charaktere. So ist es vielen z.B. unbekannt, dass sich Malcolm X, nachdem er kurz vor seiner Ermordung aus der Nation of islam ausgetreten ist, der Ideologie von Martin Luther King stark angenöhert hat, und er ihn nicht länger entschieden ablehnte, sondern die Kooperation suchte. Ein ähnlich Verwandlung, nur in die entgegengesetzte Richtung, macht King kurz vor seinem Tod durch. Er näherte sich den Vorstellungen von Malcolm X an.
Das Buch zeigt also zweierlei deutlich. Zum einen, dass Malcolm X und Martin Luther King die meisten Jahre ihres Schaffens trotzdem sie den selben Kampf führten, Gegenspieler waren. Und zum Anderen, dass die beiden Charaktere vielschichtig waren, und nicht auf eine Schicht reduziert werden sollten.
Zum Anfang des Buches, gibt es auch eine Einleitung, die die Geschichte der Schwarzen in Amerika, von der Sklaverei bis zu den Jahren von Martin Luther King und Malcolm X kurz zusammenfasst.
Es folgen die knappen Biographien der beiden, parallel erzählt. Den Schluß macht die Betrachtung des Vermächtniss der beiden, also was sie auf lange Sicht bewirkt haben, und wie sie heute wahrgenommen werden.
Da die Autorin sich auf den Vergleich zwischen King und Malcolm fixiert hat, sind die beiden Biographien natürlich nicht zu detailiert. Der Leser erhält einen überblick über die beiden Persönlichkeiten, den Kampf der Schwarzen für Gleichberechtigung in den den kritischen Jahren von Ende der 50er bis Ende der 60er, und je eine kurze Zusammenfassung der Zeit davor und danach.
Das Buch ließt sich dabei sehr gut, und hat einen hohen Informationsgehalt. Wenn man sich anschließend näher mit der Geschichte der Schwarzen in Amerika, Martin Luther King oder Malcolm X beschäftigen möchte, dann liefert dieses Buch eine solide Grundlage.
I had a dream...
Ich bin ein Mensch mit großem Wissensdrang. Derzeit gilt dieser der schwarzen Geschichte und alles was damit zu tun hat. Es ist schwierig, ein Buch für Einsteiger zu finden. Dieses Buch aber hat mich total überwältigt. Man findet darin die wesentlichen Dinge, Taten und Daten, die für die schwarze Geschichte und das Leben von Martin Luther King entscheidend sind. Kurz gefasst und leicht verständlich. Dieses Buch bildet die Grundlage für das Wissen der beiden Gegenspieler, die sich wirklich sehr ähnlich waren.
KANN ICH EINFACH NUR EMPFEHLEN!!!
Books: