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Gottes eigenes Land im Zwielicht
Dieses Buch sollte jeder politisch interessierte Mensch (allen vorweg Polit-Profis)zur Kenntnis nehmen. Es handelt sich um ein differenziertes "Sündenregister" der US-amerikanischen Innen- und Aussenpolitik - vom Völkermord an den Native Americans über den Vietnamkrieg bis zur unilateralistischen Politk der amtierenden Regierung. Zwar ist wenig von dem, was Frey präsentiert, wirklich neu - der Verf. stützt sich auf zahlreiche amerikanische Quellen -, aber was er auf fast 500 Seiten entfaltet, dürfte in seiner gründlich-systematischen Aufarbeitung für viele Leser im deutschen Sprachraum durchaus neu und (vor allem) Augen öffnend sein. Die dargestellten Zusammenhänge sind äußerst ernüchternd - insbesondere für diejenigen, die evtl. immer noch mit gläubigen Augen auf den großen transatlantiuschen Bruder schauen oder die Politik eines George W. Bush vielleicht nur für einen Betriebsunfall in der US-Geschichte halten. Frey belehrt sie eines Besseren. Indem er die dunklen Kapitel dieser Geschichte aufschlägt, zeigt er die Inhumanität und Brutalität, den Egoismus und die Borniertheit einer Supermacht, die sich zwar selbstverliebt als "God's own country" bezeichnet, aber in Wirklichkeit eher satanische Machenschaften praktiziert als eine göttliche Mission erfüllt.
Zuwenig Objektivität
Das Buch enthüllt Fakten über die „Sünden" der USA, angefangen mit der Vertreibung der Indianer im 18. und 19. Jahrhundert bis hin zu den politischen Geschehnissen nach dem Terroranschlag im September 2001.
Für alle Leser, welche die Staaten Amerikas nicht so gut im Kopf haben, ist die abgedruckte Landkarte beim Nachvollziehen der geschichtlichen Ereignisse sehr hilfreich. Vereinzelt gibt es ein paar Druckfehler, die jedoch bei dem Umfang des Buches kaum ins Gewicht fallen.
Der Autor bringt deutlich seine Abneigung gegenüber der US-Politik und der Lebenseinstellung der US-Bürger zum Ausdruck und zeigt sehr wenig positive Aspekte auf. Dies macht es dem Leser etwas schwer, objektiv zu beurteilen, ob die Geschehnisse in den USA tatsächlich so „horrend" sind, wie sie dargestellt werden.
Um die politischen Kapiteln (die den größten Teil des Werkes ausmachen) halbwegs verstehen zu können, ist auf jeden Fall ein gewisses politisches Grundwissen Voraussetzung. Ebenso ist etwas Geduld beim Lesen erforderlich, da das knapp 500 Seiten umfassende Werk auch vor Wiederholungen und teilweise langatmigen Kapiteln nicht gefeit ist.
Geniales Buch
Das Schwarzbuch USA ist nicht hauptsächlich ein Buch in dem beschrieben wird, wie es in Amerika heute aussieht und was sie momentan so treiber, sondern fängt am Anfang an und beleuchtet Schritt für Schritt die Sünden Amerikas.
So kann man die aktuelle Politik etwas besser verstehen, die in dem Buch auch nicht zu kurz kommt.
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