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Zitatesammlung- mehr nicht
Sinnigerweise beginnt das Literaturverzeichnis in Fischers Buch mit "A Dictionary of Political Quotations". Damit ist dann eigentlich auch schon alles über "Die Rückkehr der Geschichte" gesagt. Joschka Fischer weist nach, dass er viele Bücher gelesen hat oder Leute kennt, die diese gelesen haben. Darüber hinaus ist dem Buch nicht viel zu entnehmen. Wie einige Rezensenten überregionaler Zeitungen auf die Idee kamen, es handele sich hier um ein wegweisendes Werk, wird ihr Geheimnis bleiben. Wer allerdings selbst mal ein Buch über Internationale Politik schreiben will, der wird die Zitatesammlung und die Auflistung vorhandener -gehaltvoller- Literatur zu schätzen wissen.
Schade um einen Baum im Regenwald
Das Papier für dieses Buch hätte man besser für substantielle Inhalte verwendet. Ich habe das Buch durchaus mit Interesse begonnen und einer Bereitschaft, mich auf die gedankliche Argumentation des Ex-Außenministers einzulassen, aber diese Bereitwilligkeit schlug binnen kurzem in Widerwillen um, dann in Ärger. Dem Verlag kann man die Herausgabe dieses inhatlichen Weichgummis nicht vorwerfen, immerhin ist Fischer ja eine Marke und kann damit der Ware Buch aufhelfen. Nur in dem Falle wäre ein Dieter Bohlen lukrativer für den Verleger und da wird dann auch die Erwartungshaltung der Leser nicht so enttäuscht. Aber Herrn Fischers Superego wird es nicht ankratzen. Ihm fehlt die nötig Selbstwahrnehmung, das überhaupt zu bemerken. Also - Schade ums Papier und gut, dass wir nicht mehr allabendlich Fischer zuschauen müssen, wie er selbstverliebt den Weltenretter spielt.
Enges Weltbild
Schade das Herr Fischer zu seiner großen Turnschuhtragenden Zeit diese Bücher nicht geschrieben hat. Dann wären sie vielleicht ein bisschen alt, aber hier wird nun wirlich nichts neues vermittelt da wir ja alle wissen das Herr Fischer in jeder Hinsicht zu den Thesen der Schulpolitik aufgeschlossen hat.
Interessant das nicht einmal der Verve aufkommt das System Demokratie kritisch zu hinterleuchten, gäbe es da doch bestimmt genug Ansatzpunkte, und sei es in verbesserischer Hinsicht wie Voksabstimmungen usw. Statt dessen wird ein Rückzug der Wirtschaft und eine Stärkung des Staates propagiert.
Das Amerika die führende Weltwirschaft ist und China am ehesten den Anschluß schafft war nun wirklich auch nicht neu.
Hätte man vielleicht auch mal kritisch beleuchten können, wird aber nicht groß gemacht.
Was bringt das Buch nun dem Leser an neuer Anregung?
Es ist alles in allem eher ein Statement für den derzeit richtigen Verlauf hier in der Bundesrepublik die aus den Augen Herrn Fischers geschildert mir sehr innovativ und rosarot betrachtet erscheint.
Fazit: Ein dickes Buch, von einem manchmal dicken Autor für gedanklich Dicke unbewegliche Menschen.
Helmut Kohl hätte es nicht besser gekonnt.
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