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2500 Jahre politische Ideengeschichte - das kann anstrengen!
Allerdings nur wenn man (wie es sehr wahrscheinlich ist) im Dschungel der verschiedenen geistigen Strömungen und Hinterwinkel die Orientierung verliert. Hilfreich - oder besser unverzichtbar - ist da eine Karte, ein Leitfaden, durch die Wirren der Zeit, bevor man die angestrebte Höhe erreicht hat, von der aus die Landschaft überblickt werden kann.
Genau darum geht es in den Überblicksbänden von Maier/Denzer. Von Plato(n) über Rousseau bis Max Weber soll das (europäische) politische Denken in seinen Grundzügen und historischen Zusammenhängen skizziert werden. Doch ist dies nicht zu Verwechseln mit einer Geschichte der Ideen und Paradigmen, sondern vielmehr der damit verbundenen Autoren. Diese werden in ihren zeitspezifischen Kontext eingeordnet und in ihrem Wirken aus heutiger Sicht reflektiert.
Die auf 15 - 20 Seiten komprimierten Beiträge verschiedener Vertreter der Politikwissenschaft, gliedern sich jeweils in eine Zeittafel, einen Hauptteil über Leben, Werk und Wirken, sowie einen Anhang mit Literaturverweisen. Es ist sicher nicht erstaunlich festzustellen, dass die Nützlichkeit und Qualität eines Beitrags maßgeblich von seinem Autor bestimmt wird. Alle Beiträge sind verständlich und informativ geschrieben, doch fallen die oftmals sehr unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen ins Auge. So werden einige der Klassiker vor allem biographisch und zeithistorisch dargestellt, ohne den Inhalt ihres Werkes, ihre Thesen ausreichend zu skizzieren. Bei anderen Beiträgen verhält es sich umgekehrt. Hier wäre mehr Systematik und Vergleichbarkeit gefragt gewesen.
Letztendlich lässt sich resümieren, dass trotz des Fehlens einiger Denker (vor allem aus dem 20. Jahrhundert: wo sind Carl Schmitt und Hannah Arendt?), hier ein gelungenes zweibändiges Nachschlagewerk vorliegt. Es erlaubt den schnellen Einstieg in das politische Denken verschiedener Klassiker, dient ausgezeichnet der Vorbereitung auf ein Seminar oder auch der anregenden Lektüre aus Interesse.
Besser geht es nicht!
Meiner Meinung nach, sind beide Bände absolut empfehlenswert. Mir ist keine bessere Zusammenstellung der wichtigsten Staatsphilosophen bekannt. Wer sich einen Überblick über deren Leben und Werk verschaffen will, ist mit "Klassiker des politischen Denkens" bestens beraten. Besonders die Zeittafeln erleichtern das Einordnen in den geschichtlichen Zusammenhang. Die Darstellungen der Theorien ist absolut verständlich, insbesondere werden auch wichtige Passagen aus den Originalquellen zitiert. Wer sich für Rechts- und Staatsphilosophie interessiert oder sich auf eine Prüfung in diesem Gebiet vorbereitet, ist hier bestens bedient. Auch Schulreferate sollten sich damit relativ leicht bewältigen lassen.
Bietet einen guten Überblick z.B. fürs Grundstudium
Dieses Buch bietet wie auch sein Bruder in der Soziologie (Klassiker der Soziologie 1 + 2, selber Verlag) einen fantastischen, zusammengefaßten Überblick über die wichtigsten Präger Politischer Begriffe und Forman. Fürs Politikwissenschafts Grundstudium auf jeden Fall etwas!
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